Fatbiken – Biken im Gelände

0
Fatbike Winter Test

Radfahren im Schnee – mit einem normalen Rad ist man hier verloren

Biken im Gelände

Der Sport auf zwei Rädern ist schon lange nicht mehr nur asphaltierten oder zumindest einigermaßen ebenen Strecken vorbehalten. Für den optimalen Spaß im Gelände greifen immer mehr Anhänger des Radsports auf ein Fatbike zurück. Der Trend aus den USA findet den Weg nach Europa und hier großen Anklang. Fatbikes charakterisieren sich durch ihre breiten Felgen, einem enorm großen Radumfang und dem voluminösen Rahmen. Der Grund des Erfolgs dieses ungewöhnlich massiv wirkenden Fahrrads liegt in seiner Geländetauglichkeit: Ein herkömmliches Moutainbike ist mit diesem Fahrerlebnis nicht zu vergleichen. Fahrer, die besonderen Wert auf eine feste Bodenhaftung legen, sind verstärkt mit einem Fatbike unterwegs.

 

Die Funktionen des Fatbikes

Der markanteste Unterschied der Fatbikes zu MTBs sind die breiten und überdimensionalen Reifen, die wirklich jedem direkt ins Auge springen. Der Vorteil dieser Reifen liegt auf der Hand: der Grip dieses Gefährts ist ungeschlagen. MTBs haben im Schnitt 2-Zoll-Reifen. Die Reifen der Fatbikes bringen es im Durchschnitt auf geschlagene 4,8 Zoll. Dadurch wird eine größere Oberfläche erzeugt, die jedes Gelände bezwingen kann. Mit dem Fatbike spielt es somit keine Rolle, ob die Strecke durch Schlamm, Schnee oder Sand führt. Zwar hat das Fatbike keine Federgabel, Touren über unebenes Gelände sind für dieses Gefährt aber trotzdem kein Problem. Der geringe Luftdruck in den Reifen federt Schwingungen und Stöße optimal ab. Fatbikes sind dank dieser Technik äußerst Rücken- und Schulternschonend.

Eine Tour mit dem Fatbike

Der Untergrund spielt dank der ausgeklügelten Technik des Fahrrads also keine Rolle mehr und das ermöglicht dem Radfahrer seine Tour in jedem Terrain zu planen. Eine intensive Planung ist besonders bei langen Touren empfehlenswert. Es ist ebenfalls eine gute Idee, sich vor der Tour ausreichend mit der Sitzposition vertraut zu machen, wenn man nicht am Ende des Tages von Rücken- und Gesäßschmerzen geplagt sein will. Auch wenn das Fatbike eher für kürzere Strecken konstruiert wurde, lohnt sich eine vorherige Routenplanung. Mit dem Fatbike lassen sich sowohl Sand als auch Schnee und damit auch Berge im Winter bezwingen. Auch wenn die wenigstens Radfahrer in diesem Terrain eine Mehr-Tages-Tour planen, ist es wichtig, sich mit den Gegebenheiten auseinander zu setzen. Beschäftigt man sich vor dem Tourstart ausreichend mit den Wetterbedingungen und packt wettergerechte Kleidung, gibt es währenddessen auch keine bösen Überraschungen.

In Deutschland gibt es zahlreiche offizielle Radwege. Die Beliebtesten liegen vor allem im Norden und in der Mitte des Landes. Diese Regionen sind verhältnismäßig flach, die Radwege größtenteils geteert und daher für jede Altersklasse geeignet. Auch im Rhein/Main gibt es zahlreiche geteerte Radwege und auch diese Landschaft zeichnet sich nicht durch Hügel oder gar Berge aus. Steigt man aber vom herkömmlichen Mountainbike auf das Fatbike um, stehen einem auch abgelegenere Strecken zur Verfügung. Eine Tour durch das Alpenvorland verspricht traumhafte Aussichten gepaart mit sportlichem Nervenkitzel.

Ein fungiertes Grundlevel der physischen Fitness ist für eine Tour mit dem Fatbike sehr zu empfehlen. Zwar kann man auch mit diesem Bike über geteerte Radwege hinweggleiten, aber das Ziel jedes Fatbikes ist das Gelände und eine Fahrt im Gelände verlangt dem Körper einiges ab. Ein trainierter Körper kann die vielzahl an Stößen, verursacht durch Steine oder Wurzeln, wesentlich besser abfedern.

Der Umstieg vom klassischen MTB zum Fatbike mag vorerst eine Umgewöhnung erfordern. Hat man sich aber erst einmal an die weiche Federung und die starke Bodenhaftung gewöhnt, steht einem jedes Terrain zur Verfügung.

Video Biken im Gelände

Bilder Biken im Gelände

Fatbiken – Biken im Gelände: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
5,00 von 5 Punkten, basierend auf 3 abgegebenen Stimmen.
Weitersagen:

Kommentare