Die Saanen und das Saanenland gehörten einst zum Hoheitsgebiet von Greyerz

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Gstaad Saanen

Urlaub im Saanental (c) Gstaad Saanenland Tourismus

Das Saanenland gehörte einst zum Hoheitsgebiet der Herrscher von Greyerz

Die Saanen und das Saanenland im Überblick

Der Kranich (französisch: la grue), Wappentier der Grafen von Greyerz, ziert heute das Wappen der Gemeinde Saanen. Er ist somit einer der deutlichsten Hinweise auf die historischen Wurzeln der Region. Tatsächlich ist der Bezug der Bevölkerung zum überwiegend waadtländischen Hoheitsgebiet der einstigen Herrscher weitaus tiefer verwurzelt als die Zugehörigkeit zum Gebiet des heutigen Kantons Bern. Die Gründe hierfür haben ihren Ursprung in der Geschichte. Die Grafschaft Greyerz war vom 11. Jahrhundert bis 1555 ein bedeutendes Herrschaftsgebiet und umfasste das obere Saanetal. Im Jahr 1555 wurde sie aufgeteilt in die Vogteien Greyerz und Saanen. Das Kerngebiet der Grafschaft erstreckte sich von der Saanequelle beim Sanetschpasses bis zum heutigen Lac de la Gruyère im Bereich von Broc und La Tour-de-Trême. Auch das Jauntal gehörte dazu.

Der Lauenensee im Saanenland

Der Lauenensee im Saanenland (c) Gstaad Saanenland Tourismus

Die Saanen und das Saanenland – ein historischer Rückblick

Im 10. Jahrhundert gehörte das spätere Gebiet der Grafschaft Greyerz zum Königreich Burgund. Als erster Graf von Greyerz ist Wilhelm I. belegt, der in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts geboren wurde. Das im Voralpengebiet liegende Hoheitsgebiet genoss dank seiner Abgeschiedenheit über längere Zeit eine weitgehende Unabhängigkeit, bis sich Graf Rudolf II. im Jahr 1246 unter die Lehnshoheit Peters II. von Savoyen begab, die bis 1536 Bestand hatte.

Seit dem 13. Jahrhundert trugen die Grafen von Greyerz mehrere Konflikte mit den Städten Bern und Freiburg aus. Erstmals wurde 1401 vor allem auf Verlangen von “Saanen” mit der Stadt Bern ein Burgrechtsvertrag geregelt. Als 1404 Anton als Minderjähriger Graf von Greyerz wurde, setzten die Savoyer einen Verwalter ein. Dieser war gegen eine Erneuerung der Burgrechtsverträge, weshalb Bern darauf in das Saanenland und das Pays-d’Enhaut einfiel und die dortigen Burgen zerstörte. 1407 kam das Hoheitsgebiet im Friedensvertrag von Bern an die Grafschaft Greyerz zurück.

Ihren Höhepunkt erreichte die Grafschaft Greyerz um 1400. Der aufwändige Lebenswandel der Grafen zog jedoch finanzielle Schwierigkeiten nach sich. So mussten nach 1500 verschiedene Gebiete verkauft werden. Am 9. November 1554 wurde an der eidgenössischen Tagsatzung in Baden der Konkurs der Grafschaft bekannt gegeben. Die Gläubiger teilten die Grafschaft unter sich auf. Das Saanenland und das Pays-d’Enhaut gelangten schliesslich an Bern.

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Gstaad Saanenland liegt im Südwesten der Schweiz im Kanton Bern, unmittelbar an der Grenze zum französischen Landesteil. Zehn Dörfer prägen die Gegend, jedes mit seinem besonderen Reiz: Gstaad bildet den Magnet der Region und vereint auf sympathische Weise Tradition, Gemütlichkeit und Stil. Die verträumte Promenade ist bereits so berühmt wie der Name des Dorfes. Saanen, historisches Herz des Saanenlandes, erhält seinen einzigartigen Charakter durch schmale Straßen und Gässchen, gesäumt von alten Holzhäusern und beherrscht von der Mauritiuskirche aus dem 15. Jahrhundert. Der sonnenverwöhnte Sportort Schönried liegt zusammen mit dem Nachbardorf Saanenmöser auf der Sonnenterrasse der Region Gstaad. Zweisimmen ist das Tor zu Gstaad, Lauenen bedeutet Romantik und Natur pur, Turbach ist ein idyllisches Bergdorf. Die Dörfer Feutersoey und Gsteig wurden so urig gebaut, wie ihre Einwohner es sind und Abländschen steht für Berge und Stille.

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