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Top 5: Wandern Berchtesgaden – Fünf Traumwanderungen

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Wandern Berchtesgaden: Fünf Wanderungen im Süden von Deutschland

Top 5: Wandern Berchtesgaden: Fünf schöne Touren im Nationalpark Berchtesgadener Land

Sagenumwobene Berge, sanfte Täler, märchenhafte Seenlandschaften, unergründliche Schluchten: Wandern Berchtesgaden, mit dem einzigen alpinen Nationalpark Deutschlands, feiert die Natur zu jeder Jahreszeit ihr eigenes Festspiel. Wandern Berchtesgaden heißt wandern in unglaublicher Natur-Kulisse – in einer Übersicht  zum Berchtesgadener Land und dem Steinernen Meer hat die Redaktion von Hike+Bike Magazin die Region zusammengefasst.

WANDERN BERCHTESGADEN TOUR 1: DURCH DIE WIMBACHKLAMM ZUM WIMBACHGRIES 4 STD  |  726 HM  |  20 KM  |  LEICHT

Während der Königssee vor tausenden von Jahren das Nachbartal füllte, entstand in der Wimbachklamm ein riesiger Schuttstrom. Die Ergebnisse dieses Prozesses sind in einer wunderschönen Tour durch die Klamm zu bestaunen. Nachdem man die Wimbachklamm am Taleingang passiert hat, führt der Weg mäßig steil, aber kontinuierlich ansteigend zur Wimbachgrieshütte (1.327 Meter) hinauf. Auf etwa halbem Weg kommt man am Wimbachschloss (937 Meter), einem historischen Jagdschloss vorbei, das heute als Berggaststätte fungiert. Falls Einkehrmöglichkeiten für die Auswahl der Tour entscheidend sind – sowohl das Wimbachschloss als auch die Wimbachgrieshütte laden zur Brotzeit ein!

Beste Zeit: Ende Mai bis Oktober.

Talort: Ramsau (670 Meter).

Ausgangspunkt der Outdoor Touren:

Wanderparkplatz am Eingang der Wimbachklamm.

Route: Startpunkt ist an der Wimbachbrücke, von dort wendet man sich südlich, um entlang des Wimbachs erst über Wiesen, dann durch lichten Wald zu Richtung Wimbachgrieshütte zu wandern. Die Beschilderung ist nicht zu verfehlen. Nach etwa einem Drittel der Gesamtstrecke erreicht man den Eingang der Wimbachklamm. Der Weg führt nun, teils auf Treppen, aber immer sehr gut gesichert, in einem sanften Bogen bis zum Ausgang der Klamm. Nach etwa einer Stunde Gehzeit erreicht man das bewirtschaftete Wimbachschloss (Einkehrmöglichkeit) und setzt von hier den Weg zur Wimbachgrieshütte fort. Das Tal weitet sich nun und man kann den Blick auf Watzmann und Hochkalter genießen. Kurz vor der nicht bewirtschafteten Hüterhütte quert man ein Kiesbett, bald darauf macht der Weg einen leichten Knick nach links, dem man folgt. Nach kurzer Wegstrecke erreicht man das Tagesziel, die Wimbachgrieshütte. Der Rückweg entspricht der Aufstiegsroute.

WANDERN BERCHTESGADEN TOUR 2: WANDERUNG AUFS WATZMANNHAUS VON RAMSAU 6 STD.  |  953 HM  |  24 KM  |  MITTEL

Der Watzmann, mit 2.713 Metern der zweithöchste Berg Deutschlands, überragt die Berchtesgadener Alpen. Seine unverwechselbare Gestalt machte ihn zum Wahrzeichen der Region. Eine schöne, mittelschwere Bergwanderung hinauf zum Watzmannhaus. Der Aufstieg zum Watzmannhaus ist relativ einfach, aber nicht zu unterschätzen. Die rund 1200 Höhenmeter ziehen sich etwas, im Hochsommer und an Wochenenden ist die Tour und das Watzmannhaus leider sehr überfüllt.

Beste Zeit: Mai bis Anfang Oktober.

Talort: Ramsau.

Ausgangspunkt der Outdoor Touren:

Wimmbachbrücke bei Ramsau (670 Meter).

Route: Vom Parkplatz nicht über die Brücke, sondern am Gasthaus Hocheck vorbei Richtung Wimbachtal/Wimbach-Grieshütte. Nach den letzten Häusern gelangt man bald zur Abzweigung (links) in die Wimbachklamm. Hinunter zum Kassenhäuschen und auf Holzstegen durch die “romantische” Klamm. Bei der Wegverzweigung an ihrem Ende links (östlich) ab, über den Bach und hinauf zum üblichen Watzmannhausweg, den man noch in seinem breiten, unteren Teil erreicht. Er führt in weiten Kehren, mitunter durchaus steil, hinauf zur Stubenalm (unbewirtschaftet oder der Senner war sennen). Weiter zur Mitterkaser-Diensthütte und, an der Materiallift-Talstation vorbei, zur Mitterkaseralm (einfache Bewirtschaftung – Kaffee probieren, angeblich historisch zubereitet). Südlich aufwärts und in Serpentinen hinauf zur malerischen Falzalm. Über die flachen Almböden und zuletzt noch einmal steil mit einigen Kehren zum Watzmannhaus. Wer hier übernachten möchte, sollte frühzeitig reservieren. Die Hütte ist ob der Lage zum Einstieg in die Watzmannüberquerung immer gut besucht.

Wer möchte, nimmt das Watzmannhaus als eigentlichen Startpunkt für die Watzmannüberquerung über den Hocheck (2651 m) weiter bis zur Mittelspitze. Wir haben uns für eine Abstiegsvariante zum Königssee entschieden. Hier biegt man an der Falzalm der Beschilderung folgend Richtung “Könnigssee” ab und geht erst einen etwas steileren Querweg bis zur Kührointalm (1.420 Meter). Von dort gibt es zwei Varianten, die man vom Wetter und der Kondition / Trittsicherheit abhängig machen sollte. Die sehr viel einfachere Variante über einen Forstweg (441) bis nach Königssee, oder den Rinnkendlsteig, eine mit Eisenstiften und Holztreppen versicherte Passage nach St. Bartholomäe.

WANDERN BERCHTESGADEN TOUR 3: VOM KÖNIGSSEE ZUM KÄRLINGERHAUS AM FUNTENSEE 3 STD.  |  1203 HM  |  9,7 KM  |  MITTEL

Das Kärlingerhaus dient als dient nicht nur in den Sommermonaten als Stützpunkt für zahlreiche Wander- und Bergtouren im Steinernen Meer, sondern ist auch im Winter Ausgangspunkt für viele Schnee- und Skitouren. Saisonbeginn des Kärlingerhauses ist witterungsabhängig Ende Mai, wobei in den Wintermonaten der Winterraum geöffnet ist. Am Osterwochenende ist die Hütte geöffnet. Die Tour führt durch die Saugasse hinein ins Steinerne Meerund ist landschaftlich mit das schönste, was das Berchtesgadener Land zu bieten hat.

Beste Zeit: Mitte Mai bis Anfang Oktober – auch im Winter für Ski- oder Schneeschuhtouren gehbar.

Talort: Königssee (603 Meter).

Ausgangspunkt der Outdoor Touren:

St. Bartholomä (Bootsanlegestelle).

Route: Nach der Schifffahrt über den Königssee nach St. Bartholomä führt ein Pfad 2 km am Ufer entlang, dem man später aufwärts durch den Wald folgt und der herrliche Ausblicke auf den Königssee und Obersee freigibt. Weiter am Schrainbachfall vorbei über die herrlich gelegene Schrainbachalm zur berüchtigten Saugasse. Hier sind 36 Kehren und 400 m Höhenunterschied zu überwinden. Nach dieser Schlüsselstelle wandert man eher flach und gemütlich ansteigend zum Kärlingerhaus am Funtensee. Hier beginnt das Steinerne Meer, ein ca. 13 Kilometer langes und 5 km breites, karstiges, unwirtliches und nahezu wasserloses Hochplateau. Genug Flüssigkeit mitnehmen, unterwegs besteht keine Einkehrmöglichkeit.

WANDERN BERCHTESGADEN TOUR 4: ÜBER DIE KÖNIGSBACHALM ZUR GOTZENALM 3 STD.  |  1060 HM  |  22 KM  |  MITTEL

Leichte Bergwanderung vom Parkplatz Königssee über den Aufstieg unterhalb der Jennerbahn über die sogenannte Hochbahn. Man erreicht die Gotzenalm (1685 Meter) über einen Forstweg vorbei an der Königsbachalm. Einfache bis mittlere Bergwanderung mit zahlreichen möglichen Variationen.

Beste Zeit: Mai bis Anfang Oktober.

Talort: Königssee (607 Meter).

Ausgangspunkt der Outdoor Touren:

Parkplatz Königssee.

Route: Die ganztägige Wanderung mit abwechslungsreichen Eindrücken kann man vom Parkplatz Königssee als auch von der Mittelstation der Jennerbahn aus starten – je noch Laune und Kondition spart man sich mit der Seilbahn einige hundert Höhenmeter oder schlichtweg Zeit. Der Weg am dem Parkplatz zur Gotzenalm ist gut ausgeschildert und steigt ansprechend an. Nach der Königsbachalm geht es nun steil bergauf bis zu den Priesbergalmen. Mit leichter Steigung führt der Wanderweg weiter bis zum Eintritt in den „Stiergraben“ von wo aus der „Untere Hirschenlauf“ Richtung Gotzenalm abzweigt. Der Pfad ist bei feuchter Witterung sehr rutschig , da er ständig im Schatten liegt. Man erreicht die verfallenen Seeaualm und bleibt auf der Fahrstraße bis man die Gotzenalm erreicht. Den wohl schönsten und imposantesten Blick auf den Königssee, die Watzmann Ostwand und St. Bartholomä kann man vom Feuerpalfen aus genießen. Diesen erreicht man in ca. 15 Gehminuten von der Gotzenalm aus. Wer möchte kann auch die die Gelegenheit zu einer Hüttenübernachtung auf der idyllisch gelegenen Gotzenalm nutzen.

WANDERN BERCHTESGADEN TOUR 5: DIE WATZMANNÜBERSCHREITUNG | 2178 hm | 24,2 km | SCHWER

Am einfachsten und schnellsten – in eineinhalb bis zwei Stunden – kann am vom Watzmannhaus das Hocheck erreichen. Vom kleinen Gipfelkreuz genießt man eine phantastische Rundumschau auf die Berchtesgadener Alpenbis zum Großglockner zu den Hohen Tauerngenießen. Wer über genügend Erfahrung und Trittsicherheit sowie Schwindelfreiheit verfügt, kann vom Hocheck aus (über den höchsten Watzmanngipfel, die Mittelspitze und die etwas niedrigere Südspitze,) die Überschreitung wagen. Für alle ambitionierten Bergwander ein Muss in den Berchtesgadener Alpen – allerdings ist die Tour nur in 2 Tagen mit Übernachtung auf dem Watzmannhaus (vorher reservieren) zu empfehlen.

Beste Zeit: Mai bis Anfang Oktober.

Talort: Ramsau.

Ausgangspunkt der Outdoor Touren:

Wanderparkplatz an der Wimbachklamm.

Route: Aufstieg zum Watzmannhaus (1915 Meter) siehe Tour 1 Watzmannhaus. Vom Watzmannhaus kurz in eine Senke absteigen und auf dem Weg in Richtung Hocheck zu den ersten Versicherungen (sog. Hochecksteig – A). Danach wieder Gehstrecke bis kurz vor den Hocheck-Gipfel, der Gipfel wird in kurzer, sehr leichter Kletterei erreicht (Stellen max. 1-).

Hocheck (2651 m) – Mittelspitze (2713 m): Von der Biwakhütte hinter dem Gipfel des Hochecks (hier legt man das Klettersteig-Set an) folgt man dem Zackengrat (A/B und A), teilweise auch kurz westlich davon (tlw. ungesichert), bis zu einer markanten breiten Platte. Über diese aufwärts (A), dann kurz ungesichert bis zu einem Gratstück (A) westlich vom Hauptgrat im Bereich eines Felsenfensters, über das kurz abgestiegen wird. Danach erreicht man ein Rampensystem (A in der Mitte kurz B) das einen zur Mittelspitze führt.
Mittelspitze (2.713 Meter) – Südspitze (2.712 Meter): Vom Gipfel der Mittelspitze zuerst kurz westlich, dann gleich wieder südlich am luftigen Grat abklettern (A und B), bis man westlich nach einer Rinne (A) wieder flacheres Gelände erreicht. Meist im Bereich des Grates weiter, bis man erneut im Zickzak (B und ein ausgesetztes ungesichertes Band) absteigt. Danach weiter hinunter (A – Stellen B) bis man in eine Scharte vor einem zackigen, gelben Aufschwung gelangt. Dieser schrofe Gratteil wird westlich umgangen und man erreich auf Bändern dann wieder den Grat (zuletzt A). Einen Block westlich umgehen (A), dann wieder absteigen (A) und ungesichert (Steigspuren, westl. vom Hauptgrat) weiter in eine Scharte (zuletzt A). Im Bereich des Grates (A) bzw. östlich davon auf den Gipfelblock zu (A/B). Der Gipfelblock wird westseitig (A und eine letzte kurze Stelle B) erstiegen und man steht auf der Südspitze (2.712 Meter).

Fazit: Wandern Berchtesgaden – die schönsten Outdoor Touren in den Berchtesgadener Alpen

Fünf schöne Wanderungen in den Berchtesgadener Alpen. Es sind fünf schöne Touren die wir bei unseren Wanderungen gefunden haben – und vor allem ein atemberaubend schöne Bergkullisse mit vielen kleinen Gipfeln und Bergen, die man entdecken kann.

Unser Tipp ist die Bergwanderung zur Gotzenalm die ein Stück höher eine einmalige Aussicht auf den Königssee freigibt.

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