Mountainbike Herzogstand: Auf den Hausberg der Münchener

Blick auf den Heimgarten – mit dem Mountainbike zum Voralpen-Klassiker

Mountainbike Herzogstand: Auf den Hausberg der Münchener

Mountainbike Tour von Kochel zum Herzogstand

Der Herzogstand ist ein Berg in den Bayerischen Voralpen mit 1.731 m nordwestlich des Walchensees. Er gehört zum Gebiet der Gemeinde Kochel am See und bildet mit seinem Nachbarn Heimgarten einen Höhenzug, der dem Estergebirge vorgelagert ist und nach Norden in das Bayerische Alpenvorland abfällt. Den Namen Hausberg hat er sich verdient, weil irgendwie gehört es dazu, in München, ihn zu besteigen. Ob mit der Bahn, zu Fuß oder wie wir ihn befahren haben, mit dem Mountainbike. Wer er sich zeitlich einrichten kann, der sollte ihn unter der Woche befahren – am Wochenende kommen sie alle wieder hinauf, die Münchener. Aber nicht zu unrecht, den die Ausblicke in den Alpen und in die Zugspitzarena sind den Aufstieg wert.


Charakter:

Kombiniert konditionsfordernde Auffahrt, wunderbares Gipfelerlebnis, tollen Blick mit interessanter Streckenführung u.v.a.. Mehreren genialen Singletrails, u.a. der berühmte Pioniersweg.

Tour:

Erste Hälfte der Auffahrt (nach einer kurzen flachen Einfahrstrecke entlang des Kochelsees) geht gemütlich abseits der Kesselbergstrasse auf einfachem, wenig steilem Forstweg bergauf. Man kommt in die Nähe des Walchenseekraftwerkes vorbei und darf die unscheinbare Kreuzung (nach links) unter den Stromleitungen nicht übersehen. Unter diesen gehts nur noch leicht bergauf weiter bis zum heftigen, 100 HM-Anstieg an der Einmündung zur Auffahrt Herzogstand.

Zum Herzogstand hoch teils steiler oder sogar sehr steiler Weg. Der Schotter ist nicht 100 Prozent griffig, weswegen man auch ein wenig Technik zur Kondition braucht. Im Mittelteil dann wunderbare Serpentinen (die Skiabfahrt kreuzend). Im letzten Drittel hat man einen wunderbaren Ausblick aus dem Kessel auf den See. Auch das Herzogsatndhaus ist als ultimative Motivation stets vor Augen.

Abfahrt I entlang des steilen Serpentinenweges kann man links einen Singletrail nehmen (bei der kleinen Steinalm) und hat einen kleinen Vorgeschmack auf den Pioniersweg. Auch die Forstwegserpentinen kann man als kleine Downhills auf der Abfahrt abkürzen – ganz nach Geschmack.

Pioniersweg geht an markierter Stelle links weg. Ein sehr kurzweiliger Weg mit allen kurzweiligen Elementen, die ein Singletrail haben kann. Erst Wurzelweg leicht bergauf/ bergab. Dann leichter Kiesweg mit kleinen Stufen (Wurzeln). Dann hats mal Brücken, mal einen schmalen Weg, viele Spitzkehren in den zahlreichen Serpentinen. Mal Waldboden, mal Felsboden. Mal nach aussen abfallender Boden, was den Weg ein wenig gefährlich macht. Wer nicht gerne schiebt, der meidet den Pioniersweg. Der Trail ist meiner Ansicht nach nur was für absolut geübte, wer das nicht mitbringt, fährt lieber gerade aus den “offiziellen” Weg hoch um Herzogstand (die GPS-Tour unten ist aber mit Pioniersweg).

Abfahrt III: Man mündet auf unspektakulären Forstweg und muss teils bergauf, teils bergab den Weg wieder nach Osten schliessen. Man kommt an der Krezung unter den Stromleitungen heraus und zieht runter nach Kochel. Am Wochenende sehr, sehr voll. Tour ist daher nur unter der Woche empfehlenswert.

Ankunft:

Kochel am See.

 

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Autor/in:

Felix ist bei Hike+Bike für die Bereiche Mountainbike und Rennrad sowie Klettersteige, Bergwandern und Bergsteigen zuständig. Daneben berichtet er von den Hochtouren in den Alpen und testet Outdoor-Equipment, Mountainbikes und Zubehör.

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