Test: Haglöfs Essens II Down Vest – Daunenweste

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Gewichtswunder: Die Haglöfs Essens II Down Vest im Test bei Hike+Bike

Gewichtswunder: Die Haglöfs Essens II Down Vest im Test bei Hike+Bike

Gewichtswunder: Die Haglöfs Essens II Down Vest

Wind und Wärmeschutz aus Norwegen

Ein Midlayer ist für mich immer irgendwie wie eine On-Off-Beziehung. So richtig lange trage ich ihn nicht, er verschwindet schnell im Rucksack, wenn man wieder bergauf steigt, ist genauso schnell wieder da und draußen, wenn man im kühlen Wind stehen bleibt. Wichtig dabei ist, dass der Oberkörper geschützt ist – wenn es nicht gerade regnet und stürmt, sind die Arme nicht von Wind- und damit Auskühlung betroffen. Was liegt da näher, als genau einen Spezialisten für diesen Bereich zu nehmen – eine Daunenweste, die wind- und wasserabweisend ist und sich ganz auf den Schutz des Oberkörpers fokussiert. Dankenswerter Weise haben uns die Bergfreunde eine Haglöfs zum Testen zur Verfügung gestellt. Wir hatten die Essens II Down Vest bei zwei Bergtouren in den Voralpen im Gepäck, unter anderem bei einer wunderschönen Spätherbst Tour auf die Weitalpspitze in den Ammergauer Alpen. Unsere Eindrücke haben wir in einem Testbericht zusammengefasst.

Technische Details

  • Außenmaterial: Pertex Quantum Ripstop
  • Eigenschaften: gefüttert, windabweisend, feuchtigkeitsregulierend, wasserabweisend, atmungsaktiv, wärmend und ultraleicht
  • Farbe: grau (magnetite / firecracker)
  • Gewicht: 190 Gramm (L)
  • Isolierung / Futter: 90% Gänsedaunen, 10% Gänsefedern, 800 fill power
  • Obermaterial: 100% Polyamid (Nylon)

Funktion & Design

Sie ist so leicht, dass man wirklich aufpassen muss, dass sie einem am Berg nicht davonweht. Mit unter 200 Gramm spürt man den Norweger auf dem First Layer praktisch gar nicht. Und auch im Rucksack nimmt er neben dem kaum vorhandenen Gewicht auch quasi keinen Platz weg, so gut lässt sich die Weste zusammenpacken und in einen noch so vollen Rucksack verstauen. Ein wahres Gewichts- und Platzwunder als auf den ersten Blick.

Optisch haben wir die Weste in grau (magnetite) in der Außenfarbe gewählt. Innen kommt sie mit einem auffälligem rot (firecracker) daher, eine farblich schöne Kombination, die aber dezent ist. Wer lieber auffälligere Signalfarben im Berg tragen möchte, die Essens II Down Vest in noch in den Farbkombinationen blau und rot bestellbar. Die Jacke schließt man mit einem Hauptreißverschluss (der mit einem Windschutz hinterlegt ist), für den Halsbereich hat sie einen kleinen, kompakten Stehkragen. Zwei Seitentaschen (mit RV) zum Händewärmen, das war’s. Soviel zu Gewicht und Optik – da sammelt die Haglöfs schon mal jede Menge Pluspunkt. Man zieht sie an und spürt nichts außer dass es angenehm warm wird. So soll es sein, da draußen.

Entscheidender aber ist die Funktionalität der Jacke: Bei einer Midlayer-Weste also die Wärmeleistung und der Wasser- und Windschutz. Für eine sehr gute Wärmeleistung sorgen das winddichte Außenmaterial und die Daunenfüllung. Die in verschiedenen Minikammern eingepackte Daune kann nicht verrutschen und bietet somit zusammen mit dem Wert 800 fill power (Fill Power, deutsch Bauschkraft-Wert, bedeutet Wärmedämmung im Verhältnis zum Packvolumen. Hochwertige Daune erreicht einen Wert von 700-800) eine sehr gute Wärmedämmung am Oberkörper. Gegen Wind und leichten Regen ist sie von außen mit einer DWR-Beschichtung (wasserabweisende und strapazierfähige Beschichtung, um Outdoor-Material gegen Nässe und Risse zu schützen) versehen, die gegen Auskühlung durch Wind und leichten Regen gut schützt. Auf einer unsere Touren hatten wir mit leichtem Nieselregen zu kämpfen – die Haglöfs hat sich hier bewährt, bei Stark- oder Dauerregen braucht es aber dennoch einen Spezialisten.

Fazit und Preis-Leistungsverhältnis

Die Haglöfs Essens II Down Vest ist mit ihren elastischen Arm- und Taillenbündchen gut am Körper anliegend und in den Bewegungen einzuengen. Vorteile der sehr gut verarbeiteten Outdoor-Weste sind das minimale Gewicht und Packmaß, eine sehr gute Wärmedämmung und ein ansprechendes Design samt Schnitt der Weste. Optimal für alle Outdoor-Aktivitäten für die erste Schicht oder auf Skitouren als Kälteschutz für den Oberkörper. Die Haglöfs ist im Handel für circa 150 Euro kaufbar und liegt damit im oberen Preissegment, rechtfertig den Preis aber durch eine sehr hochwertige Wärmeisolierung.

Haglöfs (c) Essens II Down Vest

Haglöfs (c) Essens II Down Vest

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5 Kommentare

  1. Marcus Leber am

    Hallo.
    Vielen Dank fürs Feedback. Habe mir das fast schon gedacht. Hättet Ihr für mich einen Tipp, welche zweite Schicht dann sinnvoll wäre, um den 200er bei kälteren Tagen zu ersetzen?

    LG Marcus

  2. Hallo,

    kleine Frage: Ich fahre täglich mit dem Fahrrad ca. 20 km in die Arbeit, bei Wind und Wetter. Letztes Jahr waren dann bei zweistelligen Minustemperaturen der Mammut-Fleece (200er) an die Grenzen gekommen, sodass ich gerne “aufrüsten” will, als “zweite Schicht”.

    Ist die Weste, Dank Daunen, wärmer, als der 200er Fleece von Mammut oder spielen die in der gleichen Liga, nur das Gewicht ist hier entscheidend – was für mich im Übrigen nicht so wäre!

    Freue mich auf ein kurzes Feedback!

    Danke!

    Gruß
    Marcus

    • Hallo Marcus, aus unserer Erfahrung ist sie nicht wärmer als ein 200er Fleece wie der von Mammut. Die Jacke ist zwar extrem leicht, aber das ja nicht der Grund, der für dich vorrangig ist. Hoffe das hilft dir weiter. Gruß, Hike+Bike

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