Val d´Isère Skigebiet – Gastgeber der Olympische Winterspiele 1992 und Skiweltmeisterschaften 2009

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Val d Isere Skigebiet

Val d Isere Skigebiet – eines der traditionellsten Skigebiete in Frankreich

Val d´Isère Skigebiet: Gastgeber der Olympische Winterspiele 1992 und Skiweltmeisterschaften 2009

Eines der traditionellsten Skigebiete in Frankreich

Im äußersten Osten der Region Rhône-Alpes und des Département Savoie, unmittelbar an der französisch-italienischen Grenze, im Arrondissement Albertville und Kanton Bourg-Saint-Maurice sowie inmitten der historischen Provinz Tarentaise mit ihren zahlreichen weiteren Wintersportorten liegt mit dem Val d Isere Skigebiet eine der bekanntesten europäischen Feriendestinationen für den Skisport. Rasante Abfahrten auf zwei Brettern wurden hier schon in den 1930er Jahren veranstaltet. Seit 1955 ist Val di Sere auch Veranstaltungsort des Skirennens „Kriterium des ersten Schnees“ (Critérium de la première neige), welches bis in die 1980er Jahre den Beginn des Weltcupwinters markierte. Internationale Bekanntheit erlangte die kleine Gemeinde mit ihren aktuell lediglich 1600 permanenten Einwohnern auch durch die Austragung der alpinen Skiwettbewerbe der Männer im Rahmen der Olympischen Winterspielen 1992 in Albertville und der alpinen Skiweltmeisterschaften von 2009. Trotz des alljährlichen Besucherandrangs im Winter hat sich der Ort nahe des kleinen St. Bernhard und des Mont Cenis in den Grajischen Alpen über die Jahrzehnte jedoch angenehmerweise nicht zu einer rein touristischen „Beton- und Bettenburg“ entwickelt.

Skifahren in Frankreich

Skifahren im Val d Isere Skigebiet

Val d Isere Skigebiet

Unter den zahlreichen empfehlenswerten Abfahrten im Val d Isere Skigebiet genießen vor allem zwei bestimmte und benachbarte Pisten einen außerordentlich guten Ruf unter Skifahrern aus aller Welt. Einfacher zu befahren ist die nach den beiden französischen Goldmedaillengewinnern Henri Oreiller und Jean-Claude Killy benannte und 3.150 bzw. 2.764 Meter lange „OK-Piste“ (Piste Oreiller-Killy), deren Strecke vom 2.827 Meter hohen Berg Rocher de Bellevarde bis zum Ortsteil La Daille von Val-d’Isère in 1.800 Meter Höhe verläuft. Als eine der fünf klassischen Abfahrten des alpinen Skiweltcups ist die Piste bis heute Schauplatz der Rennen der Damen im Weltcup.

Steiler und reich an Kurven ist hingegen die 2.998 Meter lange Skipiste „La face de Bellevarde“ von der anderen Seite des Rocher de Bellevarde in 2.807 Meter Höhe bis ins Tal der Isère in 1.848 Meter. Bei den Zuschauern der Wettbewerbe ist diese Strecke in Val di Sere vor allem deshalb sehr beliebt, weil man fast ihren gesamten Verlauf vom Start bis ins Ziel gut beobachten kann. Aufgrund ihres starken Durchschnittsgefälles von 32 % und den häufig vereisten Teilbereichen ist sie jedoch nur für wirklich erfahrene und sichere Skisportler zu empfehlen.

Weniger riskant und auch für Hobbyfahrer problemlos zu bewältigen sind die vielen Skitouren in der Gegend von Val di Sere und Tignes, zusammen bilden die beiden Orte das Skigebiet „Espace Killy“. Eine eher einfache Tour ist diejenige von der Bergstation der Sesselbahn „Borsat Express“ über den Gletscher Glaciers des Barmes de l`Ours, die Einsattelung Col des Barmes de l`Ours, die Pointe de la Sana, den Anfellplatz, den Rocher du Mont Roup und das Chalet du Riander bis zur Talstation des Sesselliftes „Manchet Express“. Diese Skitour mit herrlicher Sicht auf die gesamten Vanoiser Alpen ist 17 Kilometer lang und für erfahrene Freerider in gut vier Stunden zu bewältigen.

Im Rahmen geführter Reisen über eine ganze Woche werden auch längere Skitouren in den Vanoiser Alpen und im 196 000 Hektar großen und ältesten französischen Nationalpark Vanoise angeboten. Eine schöne Tour mit insgesamt fünf Übernachtungen in Berghütten und einem Hotel in Roc de la Pêche beginnt zum Beispiel ab Bern. Stationen der Reise durch das Vanoise-Massiv mit seinen mehr 46 Dreitausendern sind die Orte Valdisere wenn möglich, Aussois, der 2625 Meter hohe Petit Châtelard, die Hütte Refuge de la Dent Parachée, der 3.328 Meter hohe Col de Labby und die Hütte Refuge de l’ Arpont. Weiter geht es über die Haute Route Dôme de Chasseforêt, den Col du Dart und die Hütte Refuge du Col de la Vanoise. Es folgen die Besteigung des Grande Casse, die Abfahrt nach Champagny-le Haut, der Ort Pralognan la Vanoise und die erneute Übernachtung im Refuge Roc de la Pêche sowie die Rückfahrt nach Aussois.

Valdisere kann auch gut im Sommer besucht werden, es gibt viele landschaftlich reizvolle Wanderrouten etwa rund um den 2.764 Meter hohen Col de l’Iseran. Der Pass, der in der Vergangenheit mehrfach Station der „Tour de France“ war, liegt auch an der populären Ferienstraße „Route des Grandes Alpes“ vom Genfersee bis an die Côte d’Azur. Der weiter oben bereits erwähnte Nationalpark Vanoise weist 500 Kilometer markierte Wanderwege auf, bekannt sind zum Beispiel der Rundwanderweg „Tour des Glaciers“ und der Fernwanderweg „Via Alpina“. Sehenswert sind auch die 1952 fertiggestellte Tignestalsperre (Barrage du Chevril), die Wintersportstation „Les Arcs“ bei Bourg-Saint-Maurice sowie das Schmuckmuseum „Saint Eloi“ und der alpine Garten „de la Chanousia“ in der Gemeinde Séez.

 

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