Radfahren am Kaiserstuhl: Der Kaiserstuhlradweg

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Radweg Kaiserstuhl: Der Kaiserstuhlradweg

Radweg Kaiserstuhl: Der Kaiserstuhlradweg

Radfahren am Kaiserstuhl: Der Kaiserstuhlradweg

Radtour Kaiserstuhl: Von Breisach aus um den Kaiserstuhl in Baden

Radweg Kaiserstuhl – Tagesrundtour um den Kaiserstuhl, einer vulkanischen Erhebung mitten im Rheintal. Die Toskana in Baden, wie die Gegend auch wegen der warmen Temperaturen genannt wird. Ihringen ist laut Statistik der Ort Deutschlands, der die höchste Sonnenscheindauer und die höchste durchschnittliche Temperatur nachweisen kann. Kein Wunder, es liegt am südlichen Fuße des des Kaiserstuhls und ist Startpunkt oder Einstiegspunkt der Radtour am Kaiserstuhl.

Die Radtour überwindet nur wenige Höhenunterschiede, führt aber durch traumhafte Gegenden mit schönen, teils mittelalterlichen Städtchen. Das Endstück von Sasbach bis Breisach folgt dem Rheinradweg.

Startpunkt des Kaiserstuhl Radwanderweg ist Breisach. Von hier startet die Strecke “Radfahren am Kaiserstuhl” über Ihringen, Wasenweiler, Bötzingen, Eichstätten, Bahlingen, Riegel, Endingen, Königschaffhausen, Sasbach, Burkheim und endet wieder am Ausgangspunkt der des Kaiserstuhl Radwanderweg in Breisach. Selbstverständlich kann man den Einstiegspunkt in die Radwege Kaiserstuhl frei bestimmen und an einer der Ortschaften die Radtour Kaiserstuhl beginnen und beenden.

Der Kaiserstuhl

Der Kaiserstuhl ist ein bis 556 Meter hohes Mittelgebirge vulkanischen Ursprungs in den Landkreisen Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald im Südwesten von Baden-Württemberg. Die Gegend befindet sich im Oberrheinischen Tiefland.  Der Kaiserstuhl bietet vielfältige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Wandern und Radfahren steht natürlich ganz hoch im Kurs bei den Kaiserstuhlbesuchern. Der Kaiserstuhlpfad wurde sogar mit dem Titel «Qualitätsweg Wanderbares Deutschland» vom Deutschen Wanderverband ausgezeichnet.

Kaiserstuhl: Die Geschichte

Der Kaiserstuhl blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Entstanden ist das Mittelgebirge vor Millionen von Jahren senkte sich der Oberrheingraben ab, der Schwarzwald und Vogesen entstanden. Infolgedessen brechen in der Mitte des Rheingrabens Vulkane aus und bilden Kaiserstuhl und Tuniberg. Durch das eiszeitliche Vordringen der Gletscher wird auf dem Weg feinster Sand abgeschliffen. Dieser Sand fliegt als Lös mit dem Wind und lagert sich bis zu 30 Meter hoch am Kaiserstuhl ab. Lös ist ein sehr fruchtbarer Boden, der aber leicht austrocknet. Schon in der Jungsteinzeit siedelten die ersten Menschen im Kaiserstuhl – Bodenfunde bei Bischoffingen belegen dies. Später folgen die Kelten und Römer, die sich die Lage und die Temperatur wahrscheinlich zu Gute machten und bereits mit dem Weinbau begannen. Im Mittelalter wurde der Kaiserstuhl allemanisch – bei Ortsnamen ist dies vor allem an der Endung “ingen” zu erkennen. Die jüngsten Spuren und Veränderungen gehen in die 1960er Jahre zurück. Eine große Flurbereinigung, bei der große des Kaiserstuhls mit riesigen Maschinen aufgerissen wurden um große Weinbauterrassen anzulegen folgt dann, 1974 die  Zusammenlegung von 7 Kaiserstuhlgemeinden zur Stadt “Vogtsburg“.

Der Weg ist das Ziel: Pausen kann man jederzeit entlang der Strecke oder in Gasthäusern einlegen

Der Weg ist das Ziel: Pausen kann man jederzeit entlang der Strecke oder in Gasthäusern einlegen

Der Kaiserstuhlradweg – die Etappen

Kaiserstuhlradweg: Breisach

Breisach liegt am Rhein auf einem niedrigeren Ausläufer des Kaiserstuhls. Schon in römischen Zeiten war die Stad als “mons Brisacius” bekannt, weil hier der Rhein überquert werden konnte. Die Stadtgründung wird auf Anfang des 12. Jahrhunderts datiert. Schon im Jahre 1275 wurde die Stadt zur Reichsstadt erhoben. Als Brückenort war Breisach auch in den folgenden Jahren stark umkämpft.  Eine Festung auf dem Schlossberg war der Kern der Stadt. Trotz Mauern und Türmen kam die Stadt bald an das Haus Habsburg, dann 1648 an Frankreich, dann wieder an Österreich, dann an Frankreich. Die Franzosen schleiften die Festung 1744, so dass heute von ihr nichts mehr zu besichtigen ist. Auch im zweiten Weltkrieg wurde Breisach stark zerstört.

Heute ist das Münster St. Stephan äußerst sehenswert. Die kreuzförmige Kirche hat ihren Ursprung im 12. Jahrhundert und liegt unübersehbar auf dem Münsterberg.
Nach Westen bietet sich ein umfassender Ausblick auf den Kaiserstuhl und den dahinter liegenden Schwarzwald.

Zur Radtour Kaiserstuhl fährt man von der Innenstadt am Gutgesellentor vorbei nach Westen und zweigen nach rechts auf die “neue Straße” ab. Ihr folgt man durch das bebaute Gebiet und erreicht links am Industriegebiet vorbei die offene Rheinebene. Man folgt der Kreisstraße auf einem ausgeschilderten Radweg. Der Radweg Kaiserstuhl erreicht bald Ihringen, dessen Weine weit bekannt sind.

Kaiserstuhlradweg: Ihringen

Hier stand auch die älteste, nachgewiesene Siedlung des Kaiserstuhls “Uringa”, die aus dem Jahr 962 datiert. Heute wird der Ort vom Wein und dem Tourismus beherrscht. Der Radweg Kaiserstuhl führt wieder auf ausgewiesenen Wirtschaftswegen zum Ort hinaus. Sollten man ihn nicht auf auf Anhieb finden, einfach der Straße nach Wasenweiler folgen und beim Ortsende nach rechts auf den Radweg abzweigen. Weiter geht die Tour an Obstplantagen und Rebhängen vorbei und man erreicht Wasenweiler.

Kaiserstuhlradweg: Wasenweiler

Im Ort gibt es schöne Fachwerkhäuser und markante Gebäude. Die Kirche steht erhaben am Hang der Weinberge. In der Ortsmitte zweigen die Straße und der Radweg nach Merdingen ab. Man folgt der Straße knapp 100 Meter und zweigen dann nach links, auf den Radweg nach Bötzingen, ab. Dieser folgt im Tal der Straße L114 nach Westen und überquert nach einem Kilometer die K4995. Dem Kaiserstuhl Radwanderweg folgend erreicht man schließlich Bötzingen.

Kaiserstuhlradweg: Bötzingen

Im Ortsteil Oberschaffhausen ist die Kapelle St. Alban einen Blick wert. Sie bleiben auf der Durchgangsstraße L114 und folgen der Straße durch Bötzingen hindurch. Der Radweg Kaiserstuhl zweigt nach rechts auf die K4977 ab und man folgt dieser wenig befahrenen Straße bis über den Mühlbach, zweigt dann aber nach links ab. Entlang eines Baches geht der Radweg Kaiserstuhl in kleinen Schleifen durch das fruchtbare Talgebiet. Kurz vor Eichstetten überquert man den Bach und passiert die Aumühle, die noch in Betrieb ist.

Kaiserstuhlradwanderweg: Eichstetten

Eichstetten erstreckt sich in die Hügel des Kaiserstuhles hinein. Im alten Ortskern finden sich schöne Fachwerkbauten und der Bahnhof. Der Radweg folgt der L116 nach Bahlingen.

Kaiserstuhlradweg: Bahlingen

Der Radweg berührt Bahlingen nur und überquert dann die Bahnlinie. Durch ein Feuchtgebiet längs der alten Dreisam führt der Radweg kerzengerade auf Riegel zu. Über eine Anhöhe erreicht man die ersten Ausläufer von Riegel.

Kaiserstuhlradweg: Riegel

Diese alte Ansiedlung war schon in Römerzeiten besiedelt. Noch heute können die Reste des Mithrastempels besichtigt werden. In der Ortsmitte sieht man interessante Fachwerkhäuser und das Rathaus von 1784. Dort sind auch die Funde aus der Römerzeit zu besichtigen. Der Radweg folgt zunächst der L113 in Richtung Endingen, zweigt dann aber nach rechts in die Felder ab. Der asphaltierte Weg führt dann direkt auf Endingen zu.

Kaiserstuhlradweg: Endingen

In Endingen gibt es noch Reste einer früheren Stadtbefestigung. Die Innenstadt hat schöne Fachwerkhäuser, einen Torturm und eine hübsche Kirche. Man radelt quer durch die Innenstadt, dann durch den Torturm. Kaum 50 Meter danach zweigt der Radweg nach rechts ab und folgt zunächst der Bahnlinie. Längs der Straße führt er auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg gut einen Kilometer weiter, bis ein Schild nach links weist. Von dort aus radelt man durch Maisfelder und Streuobstwiesen nach Südwesten. Am Ortseingang von Königschaffhausen folgen Sie dem Schild nach rechts und überquert die Bahnlinie erneut.

Kaiserstuhlradweg: Königschaffhausen

Der Radweg berührt den kleinen Ort Königschaffhausen nur und führt anschließend durch die Felder weiter nach Westen. Nach einem 90°-Schwenk nach links, erreicht man bald wieder die Bahnline und radeln an ihr entlang bis Sasbach.

Kaiserstuhlradweg: Sasbach

Sasbach ist bekannt für seinen Wein. Es liegt an der nördlichen Kante des Kaiserstuhls. Von hier radelt man der Beschilderung “Rheinradweg” folgend bis zu den Rheinauen. Ein Feldweg umgeht das Gelände eines Wasserfreundevereins” und erreicht nach einem Ausweichmanöver den Rheindamm. Nach drei Kilometern bietet sich die Gelegenheit nach links in Richtung Burkheim abzuzweigen.

Kaiserstuhlradweg: Burkheim

Der Ort Burkheim liegt sehr malerisch am Fuße des Kaiserstuhl und ist wegen seiner gut erhaltenen Häuser sehenswert und letzte Möglichkeit vor Breisach, eine Pause einzulegen. Man bleibt auf dem Rheintalradweg und erblickt bald die Stadtgrenze von von Breisach.

Fazit: Kaiserstuhlradweg

Radtour Kaiserstuhl – eine schöne Runde um den Kaiserstuhl mit unzähligen Einkehrmöglichkeiten auf der Strecke. In gut 3-4 Stunden Fahrzeit lässt sich die Runde pedalieren, ingesamt sollte man Kondition für 50 Kilometer auf nur leicht steigendem und gut befahrbaren Radwegen mitbringen. Die Tourdaten und GPS Daten der Strecke “Radfahren am Kaiserstuhl” kann man auf der interaktiven Karte herunterladen. Viel  Spaß.

 

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