Praxistest: Houdini Power Houdi Men

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Power Houdi von Houdine (c)

Houdini Power Houdi Men(c)

Praxistest: Houdini Power Houdi Men

Jubiläum eines Houdi-Klassikers: Houdini bringt zum 10-jährigen zwei alte Farbkombinationen auf den Markt

Mit dem Houdini Power Houdi Men aus Polartec Power Stretch kam Houdini vor genau zehn Jahren mit einem wahren „Meisterwerk“ auf den Markt. Seit der ersten Version gab es kaum Veränderungen am reduzierten und schnörkellosen Design. Das liegt zweifelsfrei nicht daran, das sich die Schweden, die 1993 auf den Markt kamen, auf ihren Lorbeeren ausgeruht haben – es lag schlicht und ergreifend daran, das es wenig zu verbessern gab, was Design und Material anbelangt. Das Design des „Houdini Power Houdi Men“ ist zweifelsfrei zeitlos, mit den verarbeiteten Materialien Polartec Power Stretch Pro wurde schon vor 10 Jahren der perfekte Stoff für einen hochtechnischen Midlayer verwendet.

Die glatte Außenseite macht das Layering einfach, die flauschige Innenseite hält nicht nur schön warm, sie fühlt sich auf der Haut sehr angenehm an. Der hohe Stretchanteil garantiert extreme Bewegungsfreiheit selbst bei extremen Bewegungen wie beim Klettern. Der körpernahe Schnitt, der hohe Kragen, die eng anliegende Kapuze sowie die komfortablen, langen Daumenschlaufen überzeugen bei allen Sportarten und allen Wetterlagen. Selbst kalter Wind und eisige Temperaturen sind mit diesem Midlayer kein Problem. Zum Jubiläum wird das Houdini Power Houdi Men in den beiden Farben der ersten Stunde aufgelegt: in powderwhite oder burnt orange. Wir haben den „Evergreen“ in eben dieser Farbe getestet – und zwar intensiv. Auf mehreren Bergtouren, unter anderem bei einer Überschreitung der Brenta-Dolomiten und bei Abfahrten beim Mountainbike sowie bei zwei Klettersteigen. Einer davon ein Sportklettersteig in den Lienzer Dolomiten. Also jede Menge unterschiedliche Anwendungsszenarien, die der Midlayer bestehen musste. Hier unserer Praxistest.

Houdini Power Houdi Men: Technische Details

  • Polartec Power Stretch Pro (50% Polyester,40% Polyamid, 10% Elasthan)
  • 2 Front-RV-Taschen
  • Größen: XS, S, M, L, XL, XXL, XXXL
  • 478 g (bei mittlerer Größe)
  • Daumenschlaufen; Stehkragen; versteckter Kordelzug im Saum

Houdini Power Houdi Men: Funktion & Anwendung

Der „Houdi“ verspricht optimale Wärmeisolation inklusive Bewegungsfreiheit. Wer die Latte so hoch legt, der muss auch drüber springen können. Dafür sind in der Funktion die ausgewählten Materialien verantwortlich. Hier verwendet der Schwede das elastische Polartec Power Stretch Pro Material, das in vier Richtungen dehnbar ist und den Körper auch bei geringer Kälte und Gegenwind warum halten kann. Auf unseren Bergtouren hielt er sowohl zugigen Gipfeln als auch einer kühlen Herbstwanderung, allerdings ohne viel Gegenwind, stand – so lange man in Bewegung ist, macht sich der Skandinavier gut an die Arbeit. Allerdings ersetzt er nicht die Spezialisten, die man bei Regen und Kälte im Gepäck oder am Körper haben sollte. Wir sprechen immer noch über ein Midlayer, der aber erstaunliche Fähigkeiten hat. Das atmungsaktive Material transportiert Feuchtigkeit gut nach „draußen“, wo sie verdampfen kann. Die Oberfläche der Fleecejacke ist robust und widerstandsfähig, was gerade bei Klettersteigen oder Klettereien ein wichtiges Kaufkriterium ist.

Besonders angenehm ist das Innenmaterial, das durch ein weiches Microfleece für extra Tragekomfort sorgt. Der Power Houdini mit Kapuze ist ideal Wandern, Skitouren, Klettern oder Klettersteige geeignet. Wir haben ihn auch in einem Downhill bei Mountainbiken übergestülpt. Auch stärkeren Wind bei der Abfahrt konnte er einigermaßen vom Körper fernhalten. Das verwendete Material trocknet schnell wieder und wärmt dabei selbst im feuchten Zustand. Das Isolations-Wärmeverhältnis ist noch unserem Einschätzungen beim Praxistest gut für alle, die gerne mit leichtem Gepäck unterwegs und trotzdem warm eingepackt sein möchten. Die Kapuze und der hohe Halsschutz schützen vor kaltem Wind. Die Daumenschlaufen halten die Power Houdi am richtigen Platz und verhindern ein Verrutschen. Damit kein Wind unter die Jacke zieht, ist ein Kordelzug im Saum versteckt. Durch diesen kann die Jacke optimal an den Träger angepasst werden. In den beiden Vordertaschen kann man die Hände ganz bequem aufwärmen oder Kleinkram verräumen. In den Innentaschen haben Mobiltelefon, Musikplayer oder andere Notwendigkeiten Platz.

Vom Design ist der Klassiker über jeden Zweifel erhaben. Eng anliegend, etwas tailliert geschnitten und von den Farben her „augenerfrischend“. Ein breites Markenlogo am Ärmel sollte einen jedoch nicht stören. Wer den schön geschnittenen Power Houdi nur im Berg tragen möchte, verschenkt fasst ein wenig vom Geld. Denn er lässt sich gut auch als urbanes Lifestyle Obertal in der Stadt tragen. Wahrscheinlich ist das sein einziges Manko – fast zu schön für den Berg aber zu viel Outdoor fürs Büro.

Fazit & Preisleistungsverhältnis: Houdini Power Houdi Men

In 10 Jahren hat Houdini seinen Klassiker nicht verändert – nur zum Jubiläum wurden zwei neue Farbvariationen ins Spiel gebracht. Das Design blieb in den 10 Jahren unverändert, das ist auch gut so. Es passt einfach. Funktional bietet der Houdini Power Houdi Men alles, was ein guter Midlayer bieten muss. Er schützt gegen Wind und Kälte (ohne die Spezialisten zu ersetzen) und transportiert Feuchtigkeit verhältnismäßig gut ab. Mit rund 190 Euro liebt er im oberen Preissegment, ist aber wegen seiner zeitlosen Klassik samt guter Funktionalität seinen Preis wert.

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