Familienurlaub Italien: Das Piemont als perfekte Talstation

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Familienurlaub Italien: Das Piemont im Überblick

Familienurlaub Italien: Das Piemont im Überblick

Familienurlaub Italien: Das Piemont im Überblick

Welche Alpen sollen es denn genau sein? Das Piemont als die perfekte Talstation

Bereits die ursprünglich lateinische Bezeichnung dieser gut 25000 Km² großen Region in Oberitalien macht schnell deutlich, dass es sich hier um eine bestens für Wandern, Mountainbiking und Bergurlaub geeignete Gegend handelt. So leitet sich der Name Piemont von „ad pedem montium“ (am Fuß der Berge) ab, was sich natürlich auf die nahen Alpen bezieht, die von den acht Regionalprovinzen Alessandria, Asti, Biella, Cuneo, Novara, Turin, Verbano-Cusio-Ossola und Vercelli aus bequem und schnell zu erreichen sind.

Ebenfalls acht verschiedene Gebirgsgruppen der Westalpen liegen quasi unmittelbar vor der Haustür des Piemonts, namentlich sind dies die Comer- und Luganer Voralpen sowie die Walliser, die Cottischen, die Grajischen, die Lepontinischen, die Ligurischen und die Seealpen. Auch der mit 4810 Meter höchste Berg der Alpen, der Mont Blanc, befindet sich praktisch in Sichtweite der Metropole Turin oberhalb der Nachbarregion Aostatal (Valle d’Aosta).

Familienurlaub Italien: Die Geschichte des Piemont

Angesichts dieser alpinen Vielfalt könnte man also schon fast von der Qual der Wahl für den Wanderer im Urlaub Piemont sprechen, auch in Bezug auf Mountainbike Piemont herrscht vor Ort wahrlich kein Mangel. Beliebte Touren verlaufen zum Beispiel entlang des Flusses Po und um das UNESCO-Weltkulturerbe des Sacro Monte di Varallo in der Provinz Vercelli westlich von Turin.

Turin, die Hauptstadt des Piemonts, reicht mit seiner Geschichte schon im Namen weit zurück in vorrömische Zeiten. „Tau“, keltisch für Berge, gilt als der Ursprung des Namens und weist auf die Tauriner hin, eben jene Menschen, die die Region von Torino einst besiedelten. Die Stadt, die zwischen Alpen und Monferrato weitgehend in der Po-Ebene liegt, geht in ihrem Ursprung ziemlich genau zurück auf den Anfang unserer Zeitrechnung. Wie so oft hat alles mit einem römischen Militärlager begonnen, wovon noch heute die rechtwinklige Straßenführung zeugt, und wuchs an zu einer befestigten Stadt von 5000 Einwohnern. Und auf die Römer folgten die Langobarden, dann die Franken und schließlich vom 14. bis 17. Jahrhundert die Blütezeit der Stadt unter den Herzögen von Savoyen.

Anfang des 15. Jahrhunderts erhielt Turin seine Universität und Ende des 15. Jahrhunderts die Kathedrale Duomo di San Giovanni, in der die Ikone des Turiner Grabtuchs aufbewahrt wird, das einen liegenden männlichen Körper zeigt und von Gläubigen als Christi Leichentuch verehrt wird.

Mitte des 16. Jahrhunderts wurde Turin zur Hauptstadt des Herzogtums Savoyen. Von ihrer Macht und Kultur zeugen noch heute die Residenzen des Hauses Savoyen. Hierzu gehören beispielsweise das Castello del Valentino, das heute die Architektur-Fakultät der Technischen Universität beherbergt, oder die Palazzi Madama und Carignano, in denen nunmehr Museen ihren würdigen Rahmen finden. Insgesamt gibt es in Turin über zehn repräsentative Bauwerke der Savoyer, die einen Besuch lohnen. Sie erzählen die Geschichte der Stadt, wie beispielsweise der Palazzo Reale, der als königlicher Palast im 17. Jahrhundert für Christina von Frankreich gebaut wurde.

Die Mole Antonelliana, das Wahrzeichen von Turin und Prägung der italienischen 2-Cent-Euromünze , ist allerdings erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden und war – höher als der Kölner Dom und mit 167,5 Metern kaum niedriger als das Washington Monument – damals das zweithöchste Gebäude der Welt und die höchste in Ziegelbauweise errichtete Kuppel. Heute besteht sie allerdings – nachdem sie in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts einem Unwetter nicht standhielt – aus verkleidetem Stahlbeton. Zur Aussichtsplattform in 85 Metern, von wo aus man die Berge um Turin sehen kann, gibt es einen Aufzug. Neben der exorbitanten Aussicht macht ihr berühmtes nationales Filmmuseum sie zum empfehlenswerten Ausflugsziel.

Neben der Kultur prägt die wilde Natur das Piemont: Von Kanuten und Kajakfahrern im Wasser wie von Radlern an dessen Ufern gleichermaßen geschätzt wird auch der 138 Kilometer lange Wildbach Sesia an der Grenze zwischen Piemont und der Lombardei. Detailliert online dokumentierte Radtouren für Mountainbike Piemont sind auch die gut 27 Kilometer lange Fausto Coppi Gedenkstrecke um Castellania, die 33 Kilometer um das „Pfirsichdorf“ Volpedo und die jeweils 20 Kilometer langen Rundstrecken um Baracca und Borbera. Das Piemont bietet jede Menge Möglichkeiten zum Thema „Familienurlaub Italien“, egal ob man sich die Kultur der Städte anschauen mag oder eher einen Aktivurlaub bevorzugt.

Wandern im Piemont Italien

Wandern im Piemont Italien

Monte Rosa, Gran Paradiso, Monviso: Gipfel, Täler und Tunnel im Urlaub Piemont

Der wohl wichtigste Fernwanderweg durch die genannten Gebirge wie für Wandern Piemont generell ist die grenzüberschreitende „Via Alpina“ von Triest bis nach Monaco. Dem Piemont am Nächsten liegen die 61 Etappen des „Blauen Weges“, der unter anderem die Abschnitte der beiden Wege „Grande Traversata delle Alpi (GTA)“ von Molini de Calasca bis nach Viozene und „Le Sentier Panoramique du Mercanto (GR 52A)“ von Col de Tende bis nach Colmars-les-Alpes nutzt. Auch der 4618 Meter hohe Monte Rosa als höchste Erhebung des Piemonts wird von der „Grande Traversata delle Alpi“ passiert.

Ebenso reizvoll für wandern Piemont sind auch die beiden Täler zu dessen Füßen, das Valle Anzasca und das Valsesia. Ein weiterer empfehlenswerter Bergwanderweg führt durch das Susatal (Val di Susa). Die 100 Kilometer der „Alta Via Val di Susa“ von Bardonecchia zum Colle del Lys lassen sich von erfahrenen Wanderern gut in neun Tagen bewältigen.

Ebenfalls hochalpin geht es im rund 700 Km² großen Nationalpark Gran Paradiso zu, der Namensgeber für das 1922 gegründete und damit älteste italienische Schutzareal ist der 4061 Meter hohe Gran Paradiso. Der „Club Alpino Italiano (CAI)“ unterhält dort mit dem „Bivacco Ivrea“ eine unbewirtschaftete Schutzhütte mit Betten für neun Personen. Um den dritthöchsten Berg des Piemonts, den 3841 Meter hohen Monte Viso führt der etwa 80 Kilometer lange „Giro di Viso„. Eine historische Attraktion auf der Strecke ist der im späten 15. Jahrhundert erbaute älteste Tunnel durch die Alpen, der 75 Meter lange „Buco di Viso“.

Fazit – Genuss im Piemont

Familienurlaub Italien, Wandern Piemont oder Mountainbike: Das Piemont verfügt über attrakitve Berge, Täler und Seen – keine Frage. Von diesen ist der Lago Maggiore mit seinen Borromäischen Inseln auf jeden Fall einen Abstecher wert. Und nicht vergessen sollte man beim Urlaub Piemont die kulinarischen Highlights wie Trüffel und die berühmten Weine Barolo und Barbaresco. Solcher Genuss hält auch sportlichen Leib und Seele zusammen.

Video – Urlaub im Piemont

Bilder Urlaub im Piemont

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Das piemontesische Hochgebirge, das sich in einem weiten Bogen an der französischen Grenze entlangzieht, gehört zu den urtümlichsten und einsamsten Alpenregionen. Täler und Dörfer sind durch eine jahrzehntelange Landflucht weitgehend entvölkert, vom touristischen Trubel , wie er in den Ostalpen herrscht, ist hier nichts zu spüren. Zwei großartige Fernwanderwege führen durch das Gebiet. Die Grande Traversata delle Alpi (GTA), eine lange, anspruchsvolle Tour, durchquert die gesamten piemontesischen Alpen von der Schweizer Grenze bis nach Ligurien. Eine sanftere, sehr reizvolle alpine Streckenwanderung läßt sich auf gut markierten Wegen im Maira-Tal unternehmen; dazu gibt es den wohl schönsten Italien-Wanderführer in deutscher Sprache. In den Berggebieten des Piemont werden von kleinen Veranstaltern auch organisierte Gruppenreisen angeboten.

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1 Kommentar

  1. Sebastian am

    Hallo,

    weis jemand wo das Titelbild aufgenommen wurde? (Der verfallene Ort auf dem Berg)
    Danke schon im Voraus

Kommentare