Bergtouren im Frühsommer – Was müssen Wanderer und Bergsteiger beachten

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Ivo Meier - Bergsteiger und Alpinist

Ivo Meier – Bergsteiger und Alpinist

Bergtouren im Frühsommer: Was muss man in den Bergen beachten

Der Sommer ist da. Was müssen Wanderer und Bergsteiger bei Bergtouren beachten

Ivo Meier, Jahrgang 1979, gebürtiger Karl-Marx-Städter, ist seit gut 20 Jahren in den Bergen und seit über vier Jahren professionell als staatlich geprüfter Berg- und Skiführer in den Bergen unterwegs. Der Bergprofi führt zurzeit bei der Bergsportschule Alpine WeltenHochtouren, Skitouren, Klettersteig- und Ausbildungskurse durch. Einige Tipps, was jetzt bei Bergwanderungen in den wieder schneefrei werdenden Bergen zu beachten ist, im Interview.

Der Sommer meldet sich etwas verspätet in den Bergen zurück. Was müssen Wanderer und Bergsteiger jetzt bei Bergtouren besonders beachten, wenn sie in den Alpen unterwegs sind, Stichwort „Schneefelder“?

Durch den verlängerten Winter, ist vor allem mit Schneefeldern zu rechnen. Wanderwege sind zum Teil noch mit Schnee bedeckt, also hohe Schuhe und eventuell Gamaschen wären ein guter Begleiter. In den höheren Lagen, gerade am Klettersteig, können Seilanlagen oder Seilversicherungen noch vom Schnee bedeckt sein, was das Begehen erschwert, vielleicht sogar unmöglich macht und man doch zum Rückzug gezwungen ist. Vorsicht ist hier geboten und vorab Infos von der  Tourismusstelle oder der Bergbahn vorab einholen.

Du führst seit Jahren im Frühsommer Gäste in die Berge. Wie schaut eine optimale Vorbereitung auf eine Hochtour oder eine Gipfelbesteigung aus, die du empfehlen kannst?

Allgemein gilt: Sportliche Fitness holt man sich am besten durch Sport durch ein bis dreimal die Woche, vielleicht mal eine Stunde zum laufen, Volleyball oder wie auch immer. Hauptsache bewegen. Allgemeine Bewegung ist eine optimale Voraussetzung für das körperliche Training und für erfolgreiche Bergtouren, aber auch für eine geistige Ausgeglichenheit. Gerarde ein funktionierender Stoffwechsel ist unabdingbar in der Höhe, auf 3.000 oder 4.000 Meter Höhe atmet man viel Wasser mit aus, verfügt man da über einen guten Stoffwechsel, wird nachgeführtes Wasser rasch vom Körper angenommen. Weiterhin ist wichtig, sich schon mal mit der geplanten Tour und Route auseinander zu setzten. Wie hoch ist mein Ziel, welche Ausrüstung benötige ich, auch mal in einer Karte rumstöbern. Wenn man über eine Bergschule bucht, bekommt man viele Informationen. Die am besten zweimal lesen, da bekommet man alles wichtige von erfahrenen Bergführern.

Mont Blanc, Goßglockner, Grand Paradiso oder Matterhorn. Oft die Saison-Highlights für deine Gäste. Welche grundlegenden Tipps kannst du für eine gute Vorbereitung geben?

Neben einer allgemeinen, grundlegenden Fitness sollte man dem Bergführer vertrauen und einfach einen gesunden Optimums mitbringen und sich nicht zu sehr auf einen Gipfel versteifen.  Wenn es wegen dem Wetter oder den Witterungsbedingungen mal nicht klappen sollte, nicht traurig sein, und immer dran denken, der Berg läuft nicht weg!

Neben all deinen Besteigungen mit deinen Gästen – welche Projekte oder Berge hast du dir für dieses Jahr vorgenommen?

Ja die Berühmtheiten der Alpen sind wieder einmal gut vertreten: Mont Blanc, Eiger, Weißhorn oder auch das berühmte Matterhorn.

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