Alpe d’Huez: Dem „Schicksalsberg“ der Tour de France

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Rennradklassiker der Tour de France: Alpe d´Huez

Rennradklassiker der Tour de France: Alpe d´Huez

Alpe d’Huez: Dem „Schicksalsberg“ der Tour de France

Rennradtour auf den sogenannten „Schicksalsberg“ hinauf. Hier hat sich die Tour de France oft vor- oder entschieden. Ein Grund mehr, die 21 Kehren mal genau zu inspizieren

Seine Bedeutung für den Radsport verdankt L’Alpe d’Huez dem Anstieg von Le Bourg-d’Oisans hinauf. Mit seinen 21 Kehren ist er neben dem Col du Galibier, dem Col du Tourmalet und dem Mont Ventoux einer der berühmtesten Anstiege der Tour de France. 1952 fand zum ersten Mal eine Bergankunft der Tour de France in der Retortensiedlung statt, die der italienische „Campionissimo“ Fausto Coppi für sich entschied. Erst 24 Jahre später – im Jahre 1976 – besuchte die Tour L’Alpe d’Huez ein zweites Mal. Seitdem stehen die legendären, rücklaufend nummerierten 21 Kehren jedoch regelmäßig im Programm der wichtigsten Radrundfahrt der Welt.

Wegen der Schwere des Anstiegs und aufgrund der Tatsache, dass sich dort mit wenigen Ausnahmen die ganz Großen des Radsports durch ihre Siege verewigt haben, hat ein Etappensieg in L’Alpe d’Huez eine besondere Bedeutung sowohl für die Fahrer als auch für die Zuschauer. Deshalb ist in der Berichterstattung auch oftmals vom „Mythos L’Alpe d’Huez“ oder vom „mythischen Berg“ die Rede. Die Namen der Etappensieger sind in den 21 Kehren aufgelistet, beginnend mit dem ersten Sieger in der 21. Kehre. Da es seit Lance Armstrongs Sieg 2001 mehr Gewinner als Kehren gibt, hat man begonnen, die Schilder doppelt zu beschriften. Kehre 21 ist nun Fausto Coppi und Lance Armstrong gewidmet.

Charakter:

Alpe d‘ Huez kann als ein Mekka für radsportlich orientierte Rennradfahrer bezeichnet werden. Die Auffahrt meist ein Höhepunkt der „Tour de France“. Gleich am Fuß der Steigung beginnt die gut und breit ausgebaute Straße mit bis zu 10 %er Steigung, die, bis auf ein kurzes Zwischenstück, auch nicht mehr nachlässt. Über die berühmten 21 Kehren am S/Westhang radelt man gleichmäßig nach oben – ständig mit schönen Talblicken. Das Überfahren der endlos auf die Straße gepinselten Namen der großen Helden der „Tour de France“ gibt einen zusätzlichen gewissen „Kick“. Anfang und Ende der Bergstrecke ist durch Bänder über der Straße markiert, so dass man sein eigenes „Bergzeitfahren“ nach Alpe d‘ Huez fahren könnte.

Die Anfahrt:

Tatsächlich hat die Straße aus dem Romanche-Tal hinauf in das Wintersportzentrum für Radsportfreunde einiges zu bieten. Im Örtchen le Bourg d’Oisans (730 Meter) macht die N91 von Grenoble aus kommend einen scharfe Linkskurve, führt über das Flüsschen Romanche und einige Meter dahinter biegt man nach links ab auf die Straße nach l’Alpe d’Huez. Der Anstieg beginnt wenige hundert Meter dahinter. Er führt, vom berühmten bis zu 12 % steilen Anfangsstück abgesehen, gleichmäßig mit Steigungen von 10 bis 11 % über 14 km bis auf 1860 Meter Höhe. Die Straße ist (wegen des Winterverkehrs) gut ausgebaut und durchgehend zweispurig. Berühmt in Radsportkreisen sind ihre 21 Serpentinen, in denen sie die steilen, zum Teil felsigen Hänge hinaufführt. Diese Serpentinen sind nummeriert von Nummer 21 ganz unten bis zur Nummer eins kurz vorm Ortseingang. In jeder Kurve stehen Schilder mit der Nummer der absolvierten Serpentine und einer Höhenangabe. Trotz seiner Länge und merklichen Steigung sollte der Anstieg, da er abgesehen vom anfänglichen Teilstück gleichmäßig steil und daher rhythmisch fahrbar ist, eigentlich angenehm zu fahren sein. Die ausgeschilderte Serpentinen-Nummerierung macht die Fahrt aber zum Kampf. Wer mit hohem Tempo unten hinein fährt und immer genau auf die Schilder achtet, die einem sagen, wie viel Serpentinen noch vor einem liegen, der versteht schnell, was l’Alpe d’Huez zum Radklassiker macht.

Ankunft:

Ankunft ist in Alpe d´Huez – wer will, kann sich von hier wieder auf die rasante Talabfahrt zum Ausgangspunkt machen.

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