adidas journeys: Urbane Titanen

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Rennradwoche in den Dolomiten: Die adidas journeys 2013

Rennradwoche in den Dolomiten: Die adidas journeys 2013

adidas journeys: Von Bozen bis Venedig

Acht Road Biker unterwegs in Südtirol

„Ick will jetzt endlich wat essen und dann mal poven“, spätestens jetzt war klar, hier ist ein Stück Hauptstadt im eher beschaulichem Bozen eingetroffen. Die Kulisse für den ersten Teil des Wunsches konnte kaum beschaulicher sein. Ein lauer Spätsommerabend in Südtirol, ein 5 Sterne Hotel inmitten der Regionshauptstadt Bozen und ein beschaulicherer Restaurantgarten mit Sterne-Küche. Bozen und Südtirol haben viele Segnungen von der Natur mitbekommen und vielleicht ist es auch besser so, das der Mensch diese nicht durch einen internationalen Flughafen in dem engen Talboden auch gleich wieder genommen hat. Der zweite Teil des Wunsches resultierte also aus der „Flug bis München und Stau mit Bus am Brenner“-Kombination. Acht Road Biker, und einige davon Berliner, waren unüberhörbar soeben in die Sommergartenidylle eingebrochen und hatten nur diese zwei Wünsche: Schnell und gut Essen, und Schlafen.

Ich sitze neben Tom, der, wie sich schnell herausstellt, die treibende Kraft hinter der Vision, der Idee und dem jetzigen Dinner in Bozen ist. Tom berätt adidas, kommunikativ, aus Marken-Perspektive, und muss demzufolge einfach gute Ideen haben, Marke, Story und Zielgruppe zusammenzumischen. Würde man die acht Protagonisten der nächsten acht Tage fragen, ob Tom gute Ideen hat, dann würden alle unterschreiben. Klar, sonst säße keiner hier. Ich mustre die Runde und versuche, die urbanen Titanen auszumachen, die Tom und adidas eingeladen haben. Als erstes entdecke ich Hannah – war einfach, sie ist die einzige weibliche Person am Tisch, und schnell kursiert ein Video auf ihrem Handy, das schon mal ziemlich respekteinflößend ist. Hannah ist Engländerin, Halbprofi in Sachen Rennrad und hat schon mit adidas als Testimonial zusammengearbeitet. Hannah kann ziemlich schnell in die Pedalen treten, das kann man auf dem Video auch sehen. Die Ecke um Hannah hat sich auf Englisch verständigt, einen Platz weiter wird Spandenglisch gesprochen. Simón, wie ich im Laufe des Abends erfahre, ist Spanier und war mal Teilnehmer der Fahrrad-Kurier-Weltmeisterschaften. Ich denke sofort an diesen Film mit dem Fahrradkurier, Premium Rush, immer Fixie, nie bremsen, immer mittreten und das bei den Pässen, die ich heute mit Florian runtergekommen bin. Ich sehe vor meinem inneren Auge schon seine Waden auf der Abfahrt vom Mendelpass implodieren und klinke mich deshalb in ein mir vertrautest Singsang ein. Als gebürtiger Berliner kann ich dem Hauptstadtslang gut folgen. Dan und David, beides Fotografen, philosophieren über Pässe und Velothon-Rennen. Beides Biker durch und durch und mit Klickis an den Füßen geboren. Ralf sieht so aus, als würde er die urbane Szene in Berlin jeden Abend mit dem Fahrrad abfahren – stimmt aber nur fast. Ehemals mit Skoda und Biken verbandelt, lässt er jetzt „Paddel im Käfig“ spielen. Einfach mal reinklicken: Die dunkle Seite des Tennis!

Henrik, sein Tischnachbar, Grafik-Designer aus Berlin, und mit dem Rennrad 22.000 Kilometer im Jahr am Teltow-Kanal unterwegs. Ich beginne zu verstehen, was die gemeinsame Klammer hinter der adidas journey 2013 ist, wegen der wir alle hier Platz genommen haben. Two more to come! Dialekt-Stranger! Jörg ist der BB. Bayrischer Berliner. Mein Slang. Mit Firmament ein „BerlinUrbannixfürdenRestvonDeutschland“-Laden. Ziemlich angesagt, also nicht nur klicken, sondern kiecken. Als letztes schickt Bozen ein Rennrad-Profi ins Rennen. Südtirol ist die Partner-Region und Claudia ist ein Kastelruther Bike-Spatz von der Seiser Alm. Sie ist so braungebrannt das ich mir wie der Inhalt einer Sonnecreme-Tube neben ihr vorkomme.

One Team, one dream

Tom kennt die Antworten. Er sieht die Fragen in meinen Augen und klärt auf. adiadas journeys in zwei Sätzen, sagt er: „Das Projekt steht für die Sehnsucht von Menschen, in ihrem Leben etwas einmaliges zu erleben – mit Freunden, als Team. adidas hat sie dir hier an den Tisch gesetzt und die journey ist die Reise, die sie für sich und als Team in den nächsten acht Tagen machen werden. Alle vereint die Leidenschaft für das Rennrad und das Treten von Pedalen“. Tom ist in der Kommunikation, denke ich. Punktgenau formuliert. Ich werde morgen die erste Etappe begleiten. Ich steige auf Frizzante um. Der Mendelpass steht auf dem Programm: 1.800 Höhenmeter und knapp 100 Kilometer. Die Einrollrunde. Eine Mischung aus Respekt und Mitleid blubbert mit dem Frizantte in mir hoch. Die nächsten Tage wird die Gruppe an ihre team- und individuellen Grenzen geführt werden. So viel ist sicher. Über fast alle namhaften Dolomiten Pässe Rennrad geht die journey: Sella Ronda, Drei Zinnen, eine Kleinigkeit von 3.600 Höhenmetern am Karer Pass entlang am Tag zwei und eine kleine Ausrollrunde mit 250 Kilometer bis Venedig. Esst, esst, denke ich. Die biologische Formel des Herrn Mendel wird erst im Laufe der Woche zuschlagen und aussortieren, nicht morgen, am Mendelpass. Ich trinke trotzdem Frizantte. Die acht Titanen, die adidas ins Rennen schickt, werden hier die Woche ihres Lebens erleben. Über 8.000 Höhenmeter, knapp 480 Kilometer, der Wetterfrosch hat Hitze gemeldet, Semi- Halb-Urbane und Szene-Profis, Traumkullisse Dolomiten. „The stage is set“. Wer das nicht als Woche des Lebens leben kann, der sollte sich fragen, ob es auf diesem Planeten noch Steigerungen gibt. Ich bestelle nun Rotwein und frage mich, ob München kein urbaner Hotspot ist oder ob ich einfach die falschen Leute kenne. Der Abend schließt mit der Materialausgabe. Trikots, Hosen, Windjacken, Jacken, alles aus der neusten Kollektion von adidas.

 

Pässe, Schweiß und unvergessene Landschaften: adidas journeys

Pässe, Schweiß und unvergessene Landschaften: adidas journeys

The survival of fittest: Der Mendelpass und die besten Dolomiten Pässe Rennrad

Der Rotwein lässt mich als Vorletzter zum Briefing erscheinen. So muss es sein, bei der „Tour“. Streckenprofile, Höhenmeter, Kilometer, ich präge mir mögliche Antritte und Ausbruchversuche ein, verwerfe aber sofort beim Ausatmen vom Rotwein-Rest. Ich bekomme noch mehr Mitleid beim Wochenprofil. Wie gut, das ich nur die Ouvertüre zu pedalieren habe. Neid entsteht erst bei den Videos, die das Team Südtirol auflegt. Unglaubliche Panoramen, Kulissen, Berge, Pässe. „Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen“ schießt mir durch den Kopf. Die Gruppe wird Bilder auf der Festplatte haben bis Weihnachten 2022 haben. Die Stimmung ist mehr als gut. 28 Grad, Sonne, Traumberge in Sicht – Materialausgabe die Zweite steht an. Technisch betreut wird die adidas journey von Ronny Scholz mit Bikes, die ich gerne heimlich mitnehmen würde. Ich bekomme ein Specialized von einem Tour de France-Teilnehmer. Ich traue mich kaum einzuklicken, stelle aber fest, dass man auch so ein Bike erstmal treten muss. Ein letztes Fotoshooting und die Gruppe fährt los. Wir schlängeln uns durch Bozen gen Südwesten in Richtung Mendelpass. In Zweiergrüppchen fahren wir durch die sich aufbauenden Landschaften, Weinberge und die in der Sonne liegenden Hügel. Ich merke, dass sich der Rotwein wie der Frühnebel auflöst und freue mich auf den ersten Anstieg. Der Mendelpass ist im Vergleich zu dem, was dem Team in der nächsten Woche bevorsteht, nur ein Klacks. Dennoch muss er gefahren werden. Ich hänge neben Dan, als wir die Abbiegung zum Pass erreichen. Wir quatschen über Fotos und wie man die Kamera hält, als vorne plötzlich das Tempo abgeht. „Ich bin kein urbaner Titan“ denke und ich und rufe Dan noch zu, „lass die Hufe greifen“. Macht er. Die nächsten zwei Stunden habe ich ihn auch nicht mehr gesehen. Wie wilde Ponys stürmen die Jungs und Hannah los. Ich sehe nur Asphalt und eine piepsende Pulsuhr. Tempo und der Wille, hier noch etwas in Richtung Renntaktik und Ausgang beeinflussen zu wollen, koppeln sich mit der Realität. Die heißt: Pulsuhr vor der Überhitzung schützen. Die adiadas journey hat mit Ronny Scholz einen ehemaligen Tour de France Fahrer vom Team Gerolsteiner an die Seite bekommen. Auch dessen Teamwagen. Ab und an fährt er an mir vorbei. „Du liegst gut“. Hoffnung wird durch das Sein und Jetzt in Wahrheit verwandelt. Vorne sind viele, hinten wenige. Das neue Ziel entnehme ich dem Pferdewettsport. Ich setze auf „Platz“, kurble mein Tempo weiter, und verfluche den bayrischen Frühling, der einfach keine Rennrad-Kilometer im Frühjahr zugelassen hat. Scheinbar waren Barcelona, Manchester und Berlin davon nicht betroffen. Gut zwei Stunden später sehe ich sie wieder: Hannah, Dan, Ralf, Simón, David, Claudia, Tim – es wurden schon fleißig Sonnencreme samt Isogetränke verteilt. Wahre urbane Titanen, denke ich und schleppe mich zum Tour de France Wagen um gleichnamiges zu suchen.

Dolomiten-Eis schmilzt in der Sonne – die Pässe bauen sich dagegen auf

Der Rest des Tages endet mit der Abfahrt und eine lockeren Fahrt über die Weinstraße. Ich kurbelte mit Hannah und Jörg dem Mittagessen entgegen. Das Feld hatte sich schon wieder in Grüppchen aufgeteilt, um den besten Platz im Weingarten zu erobern. Ich setzte wieder auf Platz und nehme unter einem Sonnenschirm dann auch diesen ein. Die erste Pass-Auffahrt hat Spuren hinterlassen, fraglos. Irgendwie war jetzt schon klar, dass die Renntaktik für heute nicht für die gesamte Woche gültig sein kann. Ich dachte an Toms Worte von gestern. „Nur als Team wirst du hier durchkommen“, und genau das war auch das, worum es bei der adidas journey ging. Als Team, gemeinsam, zu bestehen. Zu unterschiedlich sind Tagesform und der Trainingsstand einfach, das wurde beim Mendelpass auch klar. Und mit Blick auf das morgige Streckenprofil war ich gespannt, wie schnell Tom´s Vision in die Beine und Köpfe der acht aufgenommen wurde. Ich war mir sicher, dass der zweite Tag schon ganz anders aussehen würde. Irgendwie schade, dass ich nur diesen einen Tag mit dabei sein konnte. Die ganze Woche über war Traumwetter angesagt. Sella Ronda und Seiser Alm standen auf dem Programm. Nach Etappenschluss standen dem Team Massagen zur Verfügung. Und da Südtirol wie keine andere Region für schöne Berge, Lebensqualität und Kulinarik steht, war klar, dass die adidas journey diesen Aspekt nicht ganz ausblenden kann. Ein Kochkurs mit Norbert Niederkofleroder Paragliding am Sellastock werden diese Woche für die Biker noch unvergessener machen. Die Menükarte lag also auf dem Tisch. Jeden Tag ein anderes Highlight, serviert in der Kombination Schweiß und Schmerz und abends mit einem kulinarischem Erlebnis abgerundet. Jeder einzelne in der Gruppe war sich im klarem, das die Woche, eine „unvergessene“ werden wird. Und irgendwie war er dann schon da, Toms Teamgedanke. Gemeinsam pedalierte die Gruppe auf der Rückfahrt in Richtung Bozen zum Kalterersee sprang hinein.

Wir waren Helden

Das Schlussstück bis Bozen radelten wir mit nassen Trikots zurück. Je näher wir dem Talboden von Bozen kamen, desto mehr Wärme strömte uns entgegen. Ich verabschiedete mich bei den Acht und wünschte ihnen für die kommenden Pässe und Tage einfach nur, dass sie das Maximum an Spaß, Gesundheit und Eindrücken haben und behalten. MitHannah und Henrik vereinbarte ich, dass wir nach der Tour nochmals die Impressionen in einem Interview festhalten. Die Tour, die Etappen, die Bilder dazu, alles kann man sich auf adidasjourneys anschauen. Ein Bild sagt mehr als 1.000 Schmerzen. Als Tom mich am Sonntag vom Markusplatz anrief, und mir freudestrahlend ins Ohr rief „They did it“, war mir klar, dass sie es geschafft haben. Als Team. Gemeinsam. Jeder für sich und das Team als Ganzes hatte die „journey“ geschafft. Und irgendwie hatte ich den Eindruck, dass die Acht es gerade auf dem Markusplatz auch gebührend feierten!

Epilog

Die 7-tägigen Reise „Dolomites Road Bike – The Best of Südtirol“ ist in zwei Varianten buchbar – direkt über adidasjourneys oder über den Reiseveranstalter Dolomite Mountains. Wie die Erstbesteiger haben es Hannah, Claudia, Dan, Ralf, Simoné, David, Jörg und Henrik die Strecke „erstbefahren“. More to come. Wer will, kann es nachleiden, mitfühlen, abschwitzen. Wie die Acht urbanen Titanen im September 2013.

 

Henrik Kürschner, adidas journeys Teilnehmer 2013

Henrik Kürschner, adidas journeys Teilnehmer 2013

Interview mit Henrik Kürschner zu seinen Erfahrungen bei den adidas journeys 2013

Acht Tage Sonnen und acht Tage Pässe kurbeln – wie waren die ersten adidas journeys für dich. Auch acht Tage Spaß?

Es war eigentlich nur Spass, wenn man den Spass auch im Leiden finden kann. Denn der eigentliche Spass kommt immer hinterher nach dem Leiden.

Die adidas journeys stehen für ein Team, das eine Challenge angehen muss aber dabei als Team unterwegs ist. Wie war die Unterstützung untereinander – habt ihr euch ganz im Sinne von Udo Bölz unterwegs geholfen und gegenseitig motiviert?

Das war was wir waren ein Team von Radlern das sich auch als eins versteht, indem vor allem viel gelacht wird und alleine das hilft schon wenn es wiedeBerg auf geht. Mal fährt man alleine, mal wartet man auf jemand, aber als Team haben wir unfassbar gut zusammen funktioniert, das war ein neues Erlebnis und es war ein unglaublich gutes.

Von der Planung bis zur Rennradtour durch die Dolomiten bis nach Venedig sind Monate vergangen. Was ging dir durch den Kopf, als das Telefon klingelte und man dich fragte, ob du an den ersten adidas journeys teilnehmen willst?

Das war alles sehr aufregend, denn ich habe sofort JA gesagt ( auch wenn ich das bei 3000 Höhenmetern bereut habe ). Und durch meinen Kopf gingen eine Menge Dinge, denn ich wusste als alter Flachlandberliner nicht von Höhenmetern. Wir haben hier nur den “langen Willi” und das ist dann unser Berg, das sind so um die 80 Höhenmeter und wenn dann da ein Pass kommt mit 2300 Höhenmetern dann ächz man schon ganz schön, aber es war trotzdem der Wahnsinn

Knapp 8.000 Höhenmeter, jede Menge Hitze und Schweiß. Wie sah deine Vorbereitung aus – und wie fällt deine persönliche Bilanz aus?

Die Persönliche Bilanz ist sehr einfach, mehr Radfahren in Italien, Südtirol und da wo es so wunderbar ist wie in dieser Woche die wir erlebt haben. Ich werde noch mehr abnehmen und dann werde ich mal zum Angriff jodeln ( Spaß ) aber etwas Kampfgewicht kann noch weg und dann sollte es viel besser gehen mit den Bergen.

Hand aufs Herz – wir spulen ein Jahr vor. Wieder klingelt das Telefon, wieder sollst du mit dem Team adidas eine Woche durch die Alpen kurbeln. Nach den Erfahrungen dieser Woche, wieder dabei oder lieber ab an den Wannsee?

SOFORT dabei ! Denn es war die beste Woche in meinem Leben!

 

Tom Heise bei der den adidas journeys in Südtirol

Tom Heise bei der den adidas journeys in Südtirol

Interview mit Tom Heise, Kopf und Ideengeber hinter dem Projekt adidas journeys. Tom wohnt und radelt in Berlin

Tom, die adidas journeys fand im September 2013 zum ersten Mal statt. Acht Rennrad-Enthusiasten aus ganz Europa haben sich auf „die Räder“ gemacht, um die schönsten Pässe und Gegenenden in Südtirol zu befahren. Was steckt hinter der Idee der adidas journeys?

Die Idee der adidas Journeys hat im Grunde mit der Sehnsucht der meisten Menschen zu tun, etwas einmaliges zu erleben, am besten mit Freunden und in einer sportlichen (oder auch kulturellen) Aktivität, die sie mit absoluter Leidenschaft betreiben. Wir haben daher acht interessante Charaktere aus Europa in einem Team zusammengeführt, die jedoch alle dieselbe Passion teilen: das Radfahren. Unser Ziel ist es, das sich die Leidenschaft des Teams auch auf die Menschen überträgt, die nicht direkt dabei sein können. Sie sollen von der adidas Journey inspiriert- und in ihrer Passion für den Sport bestärkt werden.

‚Journey‘ ist daher nicht nur wörtlich als Reise zu verstehen, sonder vielmehr als das, was die Erlebnisse während einer Reise aus der Person machen.

adidas steht wie keine andere Marke für den Teamgedanken. Was war euch wichtig bei der Auswahl der Biker – Competition, oder stand die Gemeinsamkeit des Teams im Vordergrund?

Das Team ist im Grunde alles. Ein Großteil des Erlebnisses für die Fahrer war neben der unglaublichen Landschaft auch der Zusammenhalt der Gruppe. Eine echte „Competition“ gab es eigentlich nicht – und wenn dann nur, um auch mal die eigenen Kräfte auszuloten. Bei einer so anspruchsvollen Strecke ist Dein größter Gegner eigentlich Du selbst. Und alle Teilnehmer haben sich gegenseitig unterstützt, damit auch alle das Ziel gemeinsam erreichen.

Wir haben für die erste Journey eine starke Gruppe von Radfahrern aus vier europäischen Ländern zusammengesucht. Fünf der Fahrer sind jedoch aus Berlin und eng mit unserem adidas Concept Store ‚No74 Berlin‘ verknüpft. Rund um den Laden veranstalten wir bereits seit einigen Jahren verschiedenste Kunst-, Kultur- und Sport Veranstaltungen. U.a. stellen wir jedes Jahr ein adidas Cycling Team auf dem Berliner Velothon. Einige Protagonisten kannten sich also bereits aus den Velothon Rennen der vergangenen Jahre.

Weitere Teilnehmer waren auch bereits in der Vergangenheit mit adidas in Kontakt. So ist Hannah Walker aus Manchester die Hauptprotagonistin in einer adidas Womens Kampagne im letzten Jahr. Simon aus Barcelona wiederum war bei den Fahrradkurier Weltmeisterschaften dabei und somit auch bereits mit einigen Leuten aus dem Berliner Team bekannt. Alle Charaktere des Teams sind einzigartig. Was sie jedoch verbindet ist ihre Passion für den Radsport.

 Wie seid ihr auf Südtirol als Austragungsort der ersten adidas journeys gekommen?

Südtirol und die Dolomiten sind Austragungsort für einige der schönsten Radsport Klassiker. Die Sellaronda ist legendär, die Maratona des Dolomites wird hier ausgetragen und Teile unserer Strecke, wie zum Beispiel der Anstieg zu den Drei Zinnen, waren auch Etappen des diesjährigen Giro d’Italia. Mehr Ansporn kann es für passionierte Radsportler eigentlich nicht geben, und nicht nur die Pässe, sondern auch die restlichen Landschaften sind einfach nur ‚atemberaubend‘.

Die acht Etappen durch die Dolomiten bis nach Venedig waren nicht gerade eine Einrollrunde. Knapp 8.000 Höhenmeter mussten die Biker hinter sich bringen – eine mittelschwere Rennrad-TransAlp. Wie hat sich das Team geschlagen?

Wir waren eine gute Mischung aus passionierten Hobbyfahrern und ehemaligen Profis. An die persönlichen Grenzen ist eigentlich jede(r) Fahrer(in) irgendwann gestoßen – spätestens beim Anstieg zu den Drei Zinnen. Das schöne war eigentlich, dass die etwas schwächeren Fahrer meist mindestens einen stärkeren Fahrer dabei hatten, welche bei den Anstiegen geholfen haben. Der Zusammenhalt der Gruppe war einfach phänomenal.

Nach dem Kick Off mit Rennrad in den Dolomiten – wie geht es weiter mit den adidas journeys. Wie bewertet ihr die Aktion, welche Resonanz gab es und wie fällt euer erstes Fazit zur der Aktion aus?

Die erste adidas Journey war gewisser maßen ein Pilotprojekt, um zu schauen, wie sich eine solche Tour umsetzen lässt und wie das Feedback auf diese Tour ausfällt.

Ein wichtiger Teil des Konzepts von ‚adidas journeys‘ ist zudem, dass man die Herausforderungen und Erlebnisse der Journey auch ohne größere logitische Planungen selbst erfahren kann. Unter dem Link sind alle Etappen im GPS Karten, Fotos, Hotel und Restaurantempfehlungen vermerkt. Zudem kooperieren wir mit einem Reiseanbieter in Südtirol, welcher die adidas Journey Südtirol direkt über unsere Website auch in seinem Portfolio anbietet. Die adidas Journey wird sich in zwei Kategorien buchen lassen. Es ist eine High-End Journey und eine Budget Variante geplant – je nachdem, ob der Fokus des Teams hauptsächlich auf dem Sport liegt, oder ob man Südtirol auch mit all seinen exklusiven kulinarischen Genüssen erleben möchte.

Wichtig: Die Strecke ist sehr anspruchsvoll. Radsporterfahrung und gut trainierte Beine sind auf jeden Fall Voraussetzung um diese Tour auch voll genießen zu können.

Wie geht es weiter mit den adidas journeys. Gibt es schon Pläne für die nächste „Reise“. Wenn ja, ist wieder Rennrad das Sportgerät der Wahl oder wechselt ihr die Sportart?

Meines Wissens gibt es kaum eine andere Firma, die auf so vielen unterschiedlichen Spielfeldern glaubwürdig aktiv ist wie adidas. Genau das unterscheidet adidas von vielen anderen Firmen auf dem Markt, und genau diese Vielfältigkeit der Marke möchten wir in den noch kommenden adidas journeys aufzeigen.

 

Weiterführende Links zur adidas journeys

Dolomite Mountains

adidasjourneys

Blog von Henrik – The greatest days of my life

Ronny Scholz – Specialized Concept Store

Interview mit Hannah Walker

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