Wandern in den Brenta Dolomiten: Die Brenta Überschreitung

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Mittagspause heißt Fotopause

Mittagspause heißt Fotopause

Wandern in den Brenta Dolomiten: Die Brenta Überschreitung

Die Region der Brentadolomiten und der Paganella ist ein wahres Prunkstück des Trentino

Die Brenta Dolomiten und der Paganella: Im Sommer erwarten einen hier zahlreiche Wanderwegen oder Mountainbike Touren im Naturpark Adamello-Brenta auch noch der romantische Molveno See, der zu den schönsten Seen im Trentino zählt.

Die Ortschaft Molveno bietet aber auch ideale Klettermöglichkeiten und viele weitere Angebote im Bereich der Sport- und Freizeitgestaltung. Andalo hingegen gilt als Sporthochburg – erst kürzlich wurde hier eine moderne Sportanlage gebaut. Wir haben drei Tage in den Brenta Dolomiten verbracht und unter anderem die Überschreitung angegangen. Einige Impressionen und die GPS Tourdaten stehen unten zum Einlesen und zum Download zur Verfügung.

Charakter:

Mittelschwere Bergwanderung die an einigen wenigen Stellen etwas Trittsicherheit erfordert. Für die Überschreitung sollte man 5-7 Stunden im mittleren Tempo einplanen und entsprechende Kondition und Fitness mitbringen. In West- Ost-Richtung geht es aber kontinuierlich bergab, so dass keine größeren Anstiege zu bewältigen sind.

Tour:

Der Startpunkt ist die Seilbahn nördlich von Madonna die Campiglio – ab hier haben wir, um die Höhenmeter zu sparen und die Länge der Tour passabel zu halten, die Seilbahn hinauf bis zur Bergstation Grosté genommen. Man befindet sich inmitten eines riesigen Skigebietes mit entsprechend sichtbaren Schneekanonen und Abzäunungen, dessen Beseitigung für den kurzen Sommer wenig Sinn hätte. Ab hier hält man sich der Beschilderung nach immer an den Wanderweg 302 der einen direkt zum Zielpunkt der heutigen Bergwanderung bringen wird.

Die Wanderung verläuft ab der Bergstation immer auf dem 301-Weg entlang. Dabei sind überschaubare drei- bis vierhundert Höhenmeter, aber circa 1.400 Tiefenmeter zu absolvieren. Die ersten zwei Stunden schlängelt sich ein schmaler Gebirgspfad durch eine atemberaubende Landschaft, ein Felsturm nach dem anderen baut sich vor einem auf. Die Gruppe besteht aus circa 15 Wandern die allesamt mit entsprechendem Testmaterial die Brenta durchschreitet. Neben Fachsimpeln wird immer wieder angehalten, und die Fotokameras aus den Rucksäcken zu befreien. Zumindest der erste Teil erinnert an eine Fotosafari. Nach gut zwei Stunden erreichen wir am Fuße des Monte Turrion Basso (2.233 m) den ersten Rastplatz. Am Fuße des beeindruckenden Felsens wird vornehmlich über die Kleidung und ersten Fotoschnappschüsse diskutiert. Was nach der Rast folgt, ist ein etwas ausgesetzter Teilabschnitt, der etwas Trittsicherheit erfordert. Die Durchschreitung der Brenta geht tendenziell immer bergab und wir erreichen nach gut drei Stunden die ersten Latschenkieferhaine, die deutlich machen, das man an Höhe verliert und sich wieder der Baumgrenze nähert. Ab hier staut sich auch ein wenig die Hitze in den Bergen, so das ich mich von der lieb gewonnen “Vaude-Biene-Maja” trenne und die letzten 400 Meter bis zur Magla Spora, einer einfachen aber sehr gemütlichen Hochalm, lege ich also im Shirt zurück. Nach einer gut 45-minütigem Rast macht sich die Gruppe an das letzte Drittel der Wegstrecke bis nach Andalo. Durch einen Mischwald zieht sich nun ein deutlich breiterer Forstweg gemäßigt steil bergab. Nach einer weiteren Stunde Abstieg passieren wir eine Drahtseil-versicherte Stelle – hier sollte man bei nicht vorhandener Trittsicherheit lieber den im Fels verlegte Draht als Selbstsicherung benutzen. Der letzte Part gibt immer wieder Blicke und die nun deutlich mehr Mittelgebirgscharakter annehmende Landschaft ab. Nach gut 7 Stunden erreichen wir den Busparkplatz in Andalo. Ich habe die Brenta schon mit dem Mountainbike durchquert, aber zu Fuß und damit mit deutlich mehr Zeit, sich auch der Einzigartigkeit der Landschaft zu widmen, bin ich wieder restlos von dem sich gebotenem Panorama überwältigt.

Ankunft:

Andalo, leicht oberhalb von Molveno.

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