Sportklettersteig in den Lienzer Dolomiten: Der Madonnen Klettersteig

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Querung im Madonnen Klettersteig

Querung im Madonnen Klettersteig

Sportklettersteig in den Lienzer Dolomiten: Über die Kerschbaumeralm zum Madonnen Klettersteig

Klettersteig der Superlative: Der Madonnensteig bietet alles, was einen sportlichen Klettersteig ausmacht

Sonnige 28 Grad, endlich wieder mal Station in Osstirol und der Madonnensteig steht auf dem Programm. Wir haben uns mit Hans Rindler in Lienz verabredet, um den beim letzten Mal wegen zu viel Schnee verschobenen Sportklettersteig mit ihm gemeinsam zu gehen. Von der gegenüberliegenden Dolomitenhütte haben wir bei unserem ersten Besuch in Lienz schon ganz neidisch auf die Gipfel der Gamswiesenspitzen geschaut, die sich steil und majestätisch oberhalb der Kerschbaumertörls aufgebaut haben. Gut zwei Monate später ist es so weit, gemeinsam mit Hans, der Teile des unteren Aufstiegs am vorherigen Tag noch reparieren musste, machen wir uns auf den Weg der rund 8 stündigen Tour.

Zwischenstation auf der Kerschbaumeralm

Die urige Alm und Schutzhütte liegt ungefähr auf halbem Wege vom Wanderparkplatz zum Einstieg in den Madonnen-Klettersteig. Seit dieser Saison (2013), wird die Alm von Maria, der neuen Pächterin bewirtet. Alle Speisen sind selbst zubereitet und die Kuchentheke, die von “Mama Maria” liebevoll zubereitet wird, ist ein Muss – egal ob beim Auf- ,oder beim Abstieg vom Madonnen Klettersteig.

Der Madonnensteig – Sportklettersteig und Genusstour

Kurz nach dem gut 3 stündigen Zustieg zum Einstieg wird klar – der Klettersteig bietet alles, was ein C-Klässler bieten muss. Top gepflegt und versichert, steilere Passagen und Querungen im Wechsel mit kleinen Graspassagen zum Ausruhen, Hängebrücke und Gratbeschreitung und links und rechts prächtige Ausblicke in die Lienzer Dolomiten. Im zweiten Teil führt der Klettersteig über eine Steinplatte hinauf zum zweiten Gipfel, dem kleinen Bruder der Großen Gamswiesenspitze. Wer in der Gegend ist oder in einfach einen schönen Klettersteig sucht – dem kann man den Madonnenklettersteig ans Herz legen, der allerdings nichts für Einsteiger ist.

Charakter:

Der Madonnen-Klettersteig ist ein moderner Sportklettersteig mittlerer Schwierigkeit (B/C). Höhepunkte sind eine Hängebrücke sowie eine mit Draht und Glaskugeln zur Madonna umgestaltete Felsnadel. Der Blick vom Gipfel ins Laserz, den Kessel der Kerschbaumer Alm und nach Norden in die Hohen Tauern ist einmalig.

Tour:

Startpunkt ist der Wanderparkplatz an der Klammbrückl. Ab hier folgt man dem Forstweg (10) in Richtung Kerschbaumeralm (1.902 m), dabei kann man die Fahrstraße teilweise auf dem Wanderweg abkürzen. Kurz hinter der Kerschbaumeralm biegt man nach links gegendas Kerschbaumertörl ab, das zunächst leicht steigend, dann aber, mit Sicht auf den Einstiegspunkt in den Madonnensteig steil ansteigt. Nach gut einer Stunde erreicht man den Einstiegspunkt in den Klettersteig.

Der Aufstieg geht zunächst rechts an einer Kante aufwärts und nach einer kurzen Wandstelle zu einer Platte. Abwechselnd steigt man nun über Schrofen und Wandstufen (einige Stellen bis C) zu einem begrünten Grat. Es folgt ein kurzer Abstieg zur Hängebrücke, nach der man bald zum Steigbuch gelangt. Weiter geht es aufwärts zu einem Felsspalt (C) und auf der Nordseite, um die aus einem kleinen Felsturm bestehende Madonna queren. Nach einer ausgesetzten Kante (C) erreicht man einen unversicherten Grat, der über Rasen nach Lust und Laune auf den Gipfel der Großen Gamswiesenspitze (2.486 m) führt. Der Klettersteig geht auf der Mitte des Grates weiter und man flogt den Kehren hinunter in die Gamsscharte. Hier beginnt der zweite Teil des Klettersteiges. (Notausstieg Richtung Kerschbaumeralm ist hier möglich).

Nach dem Ersteigen eines Felskopfes erreicht über die anschließende steile Plattenwand den Grat (bis hierher Stellen C, meist B), der zum Westgipfel der Kleinen Gamswiesenspitze (2.285 m) leitet. Von dort steil abwärts (B und C), dann etwas rechts vom Grat auf den schmalen Ostgipfel den Gamswiesenspitze. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick zum Simonskopf, Weittalspitze und hinüber zum Spitzkofel.

Der Abstieg erfolgt nach Südosten über den alten Normalweg, der teilweise versichert ist (Stellen bis B). Einige ungesicherte Passagen erfordern bei Nässe vorsichtiges Steigen. Über eine letzte Steilstufe erreicht man das Kerschbaumertörl. Weiterer Abstieg zum Kerschbaumeralm Schutzhaus. Ab hier folgt man wieder der Aufstiegsroute bis zum Wanderparkplatz an der Klammbrückl.

Ankunft:

Ankunftspunkt ist der Wanderparkplatz an der Klammbrückl.

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