Hoher Fricken: Bergwanderung bei Garmisch-Partenkirchen

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Wandern Bayern: Auf den Hohen Fricken bei Garmisch-Partenkirchen

Wandern Bayern: Auf den Hohen Fricken bei Garmisch-Partenkirchen

Hoher Fricken: Bergwanderung von Farchant

Bergwanderung von Farchant auf den Hohen Fricken (1.935 Meter)

Der Hohe Fricken ist ein 1.940 Meter hoher Gipfel im Estergebirge in den Bayerischen Voralpen und liegt zwischen dem Wank und dem über 2.000 Meter hohen Gipfel des Bischof. Der Gipfel lässt sich als mittelschwere Bergwanderung von Oberau oder von Farchant erreichen. Auf halber Höhe des Aufstiegs über die Kuhfluchtfälle liegt die Frickenhöhle.

Die Bergwanderung ist mit der Kategorie „mittel“ angegeben und obwohl die Route über die „Kuhfluchtfälle“ in den meisten Teilen durch und im Wald verläuft, gibt es immer wieder schöne Ausblicke auf das Wettersteingebirge. Ein steil herabstürzende Bach bietet zudem im Sommer etwas Abkühlung und ein schönen Platz für eine Rast oder eine Fotopause. Trittsicherheit ist auf der technisch einfachen, aber ziemlich steilen Route Pflicht.

Die Strecke ist von Beginn an recht steil – und das ändert sich auch nicht mehr bis zum Gipfelkreuz des „Hohen Fricken“. Die Wanderwege sind gut zu finden (roter Punkt). Man sollte für die Bergwanderung zum Hohen Fricken ausreichend Kondition und bei heißem Wetter auch genügend Wasser mitnehmen – bis zur möglichen Einkehr in der Esterbergalm oder auf dem Wank gibt es keine Jausenstation.

Blick auf Farchant vom Hohen Fricken bei Garmisch Partenkirchen

Blick auf Farchant vom Hohen Fricken bei Garmisch Partenkirchen

Hoher Fricken Bergwanderung: Charakter der Tour

Mittelsschwere Bergwanderung ab Farchant nahe Garmisch-Partenkirchen. Einzig der leichte Anstieg bis zu den Wasserfällen verläuft nicht in steilen Serpentinen. Ab dort auf einem steilen Gebirgspfad 1.200 Meter hinauf (immer der Markierung roter Punkt folgen). Unterwegs gibt es bis zum Gipfel keine Einkehrmöglichkeit – ausreichend Getränke und Proviant mitnehmen. An einigen Stellen ist etwas Trittsicherheit gefragt, ansonsten aber ist die Strecke gut laufbar und legt auf dem Weg zum Gipfel immer wieder schöne Ausblicke auf die Ammergauer Alpen und auf das Zugspitzgebiet frei.

Der Abstieg ist skalierbar – entweder hinauf zum Wank oder, gleich den Abstieg über den Ochsenberg (1.694 Meter) hinab bis Farchant. Eine Gehzeit von gut 6 Stunden sollte man schon bei der einfachen Variante einplanen.

Hoher Fricken Bergwanderung: Die Tourbeschreibung

Startpunkt ist der Wanderparkplatz am Ende des Kuhfluchgrabens. Von dort der Beschilderung „Hoher Fricken“ folgen die einem die Wegmarkierung (roter Punkt) vorgibt. Zunächst an den Wasserfällen und einem „Wandererlebnispfad“ vorbei, ab der zweiten Überquerung des Flüsschens geht es dann in steilere Serpentinen über, die bis zum Gipfelkreuz anhalten. Unterwegs sind kleinere Kraxelein zu absolvieren – das Hinweisschild „Nur für Geübte“ sollte man also beachten. Ausreichendes Schuhwerk samt Kleidung sind für diese Tour Voraussetzung. Ab 1.700 Metern geht der Wald in ein Latschenkiefergebiet über – im Sommer sicher nicht so das Problem, um auf dem Bergpfad das Gipfelkreuz zu erreichen. Von hier kann man die gesamte Region, unter anderem mit Frieder und Kreuzspitze einblicken.

Der Abstieg erfolgt zunächst leicht unterhalb des Grates in südlicher Richtung und schlängelt sich wie der Aufstieg in kleinen Serpentinen hinab über den Ochsenberg. Nach circa 1,5 Stunden erreicht man den Wanderweg (413) und hat ab hier verschiedene Möglichkeiten, die Wanderung fort zu setzen. Wer noch Ausdauer und Lust hat, kann sich auf dem gegenüberliegenden Pfad zum Aufstieg auf den Wank machen (413 / 415). Oben gibt es dann die wohlverdiente Einkehrmöglichkeit in das Wankhaus (1.774 Meter). Wer noch ein paar Meter mehr als den Abstieg gehen mag, für den gibt es die Alternative zur Esterbergalm, die ganzjährig geöffnet haben.

Wassefall bei Farchant

Wassefall beim Aufstieg zum Hohen Fricken

Esterbergalm und Geschwandtnerbauer

Die Esterbergalm und der Gschwandtnerbauer sind zwei der am meisten besuchten Almen beziehungsweise Berggasthöfe im Werdenfelser Land. Idyllisch gelegen sind sie Ausgangspunkt für viele Winter- und Sommertouren.  Die „Esterbergalm“ befindet sich zwischen Wank, Hoher Fricken und dem Roten Kopf, auf 1.264 Metern. Seit Jahrhunderten wird auf den saftigen Bergwiesen Viehzucht betrieben. Eine kleine Hauskapelle gegenüber der Esterbergalm macht die Bergkullisse perfekt. Nach der Schneeschmelze oder starken Regenfällen bildet sich auf der Wiese unterm Predigtstuhl oft ein kleiner See.

Hüttenwirt: Anton Simon / Tel: +49 8821/3277

Ankunft: Hoher Fricken Bergwanderung

Wanderparkplatz in Farchant am Schwimmbad.

Fazit: Hoher Fricken – Bergwanderung bei Garmisch-Partenkirchen

Bei Nässe werden die vielen Wurzeln am Weg unangenehm glatt; dann ist von der Tour eher abzuraten und sie verwandelt sich von einer mittleren Bergwanderung in eine schwere oder leichte Bergtour. Der Aufstieg zum Hohen Fricken führt lange durch wunderschönen Wald, bietet zudem immer wieder fantastische Ausblicke auf das Wetterstein, die Ammergauer Alpen und natürlich auf die Kuhfluchtfälle.

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