Notkarspitze: Wandern in den Ammergauer Alpen

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Hiking in den Ammergauer Alpen

Hiking in den Ammergauer Alpen

Notkarspitze: Wandern in den Ammergauer Alpen

Ein Highlight in den Ammergauer Alpen: Die Notkarspitze Tour

Es gibt nur wenige Bergpfade in den Ammergauer Alpen, die sich so spielerisch und zielsicher durch Waldgürtel und Latschenfelder winden wie bei dem circa 4 stündigen Aufstieg zur Notkarspitze von der Ettaler Mühle. Oberhalb der Waldgrenze öffnet sich eine wunderschöne Gratlandschaft mit luftigen Abgründen und weitrechenden Panoramablicken. Ein Berg für Genießer, auch wenn er leider am Wochenende überlaufen ist. Wer eine mittelschwere Bergwanderung zum Thema „Wandern Bayern“ sucht, der kann sich den Gipfel mal auf die Wunschliste setzen. Die Wanderwege sind gut gekennzeichnet und quasi nicht zu verfehlen. Nur bei letzten Teil des Abstiegs gibt es zwei Varianten, die man am besten mit Karte, GPS Gerät oder einen Ausdruck der Tourdaten via dem online Wanderroutenplaner Outdooractive zur Absicherung mitnimmt. Vom Gipfel hat man einen schönen Ausblick auf diverse Berge in der Gegend, so zum Beispiel auf die Osterfeuerspitz, den Hohen Fricken, das gesamte Zugspitzland und die Alpspitze, auf die es einen schönen Klettersteig gibt.

Notkarspitze Wanderung: Der Charakter

Mittelschweres Bergwandern in den Ammergauer Alpen. Grundsätzlich: Die Strecke ist nur für Geübte – steht auch mehrfach an den Beschilderungen vor den Aufstiegen. Wandern mit Kindern oder Wandern mit Hund macht man woanders. Der Aufstieg zur Notkarspitze (1.889 m) ist eine wunderschönes Hiking – ab der Notkarspitze bis zur Ziegelspitze kommt ähnelt es eher einem Trekking Pfad. Der Abstieg ist dann nochmal ein wenig technisch. Insgesamt sollte man die Höhenmeter im Blick haben – mit 1.200 sollte man Zeit und Kondition mitnehmen – oder einen starken Willen mit strammen Waderln.

Notkarspitze Wanderung: Die Tourbeschreibung

Vom Parkplatz Ettaler Mühle, gleich nach der Ortsausfahrt hinter Ettal rechts, quert man die Landstraße und nimmt den rechten, ausgeschilderten Weg, mit Ziel Notkarspitze. Zunächst in den Mischwald hinein, gelangt man nach wenigen Minuten auf eine Wegkreuzung und nimmt linker Hand den ausgeschilderten Pfad zur Notkarspitze, der sich nun steil über Wurzeln und Steingeröll den bewaldeten Bergrücken hinaufschlängelt. An einigen Stellen wird der Anstieg durch Drahtseilsicherungen etwas erleichtert – alles aber im eigentlichen Sinne auch ohne die Drahtseile gut gehbar. Nach dem die ersten 500 Höhenmeter zurückgelegt sind, flacht der Pfad etwas aus und schlängelt sich quer unterhalb des Berges an der Wand entlang. Blick nach links und man entedeckt das kleine Matterhorn der Ammergauer Alpen, den Kofel. Man erreicht einen Kessel, der den Notkar umgibt und geht nun über ein Latschenkieferfeld auf den Gipfelhang zu. Nach gut 45 Minuten wird der Blick auf das gesamte Karwendel frei. Am Gipfel öffnet sich das Panorama über das Wettersteingebirge bis hinunter nach Garmisch-Partenkirchen. Auch die Abstiegsroute – der Weg auf dem Verbindungsrücken zur Ziegelspitz ist nun sichtbar. Bergwandern könnte nicht schöner sein – der Aufstieg bringt alles mit, was Wandern ausmacht.

Für den Abstieg hält man sich am Gipfekreuz südlich und beginnt die Wanderung entlang des Rückens, einige Höhenmeter verlierend immer Richtung Ziegelspitz. Rechter Hand bleibt Garmisch-Partenkirchen immer im Blickfeld. Der Pfad auf dem Bergrücken und der Schlussanstieg auf die Ziegelspitz ist längst nicht mehr so steil wie der Aufstieg zur Notkarspitze – eher ein Trekking Strecke nach der man nach 45 Minuten das (momentan nicht vorhandene) Gipfelkreuz der Ziegelspitz erreicht. Der Blick auf den Laberberg und das Kloster Ettal samt Sitzbank laden zur Trinkpause ein.

Vom Gipfel schlängelt sich ein Pfad den Berg hinab – nach circa 30 Minuten erreicht man einen kleinen Abzweig, dem man nach links folgt – der Beschilderung Richtung Ettal folgend. Hier geht es nochmals etwas steiler zur Sache – ein Steig mit mehreren Drahtseilsicherungen und kurzen Leitern sorgt für Hilfestellungen beim Abstieg. Am Ende des Pfads stößt man auf einen breiten Forstweg der einen wieder zurück zur Ettaler Mühle führt.

Ankunft: Notkarspitze Wanderung

Parkplatz Ettaler Mühle (gebührenpflichtig (2,- Euro), direkt hinter Ettal rechts.

Fazit: Notkarspitze – Wanderung in den Ammergauer Alpen

Im Winter wie im Sommer eine anspruchsvolle aber auch durchaus anstrengende Bergwanderung in den Ammergauer Alpen. Aussicht und Gipfelschau versöhnen aber für einen etwa dreistündigen Aufstieg.

Tipp: Nach der Notkarspitze Tour Einkehr nach der Tour im Kloster Ettal und der Klosterbrauerei!

Der Experte für Outdoor und Touren

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